Es ist ein Blick in die Vergangenheit, in eine Zeit der Dunkelheit und des Grauens. Der Zweite Weltkrieg brach das Land in Splitter. Er säte Hass und Wut auch im eigenen Kreise und warf tiefe Furchen in den einst stabilen Familien auf. Längst hatte der Krieg das Leben überschattet, alles an sich gerissen, was einst die Welt erstrahlen ließ. Geschrieben war das Jahr 1941. Ein Jahr, in dem die Welt eines Kindes vor den Augen aller zerbrechen sollte. Arthur war noch ein Junge, als ihn der Krieg mit einem Schlag aus dem gewohnten Leben riss. Sein Leben sollte anders verlaufen, als er es sich je zu träumen wagte. Mit einem Schlag hörte seine Welt auf, sich zu drehen. Seine fröhliche, liebende Art verblasste in dem Leid der Gräueltaten des Krieges. Doch schon bald musste auch der heranwachsende Arthur für Deutschland in den Krieg ziehen. Er musste, ohne die Chance auf einen Ausweg, den Befehlen der Regierung Folge leisten und sein Leben in einer quälenden Reise aufs Spiel setzen. Immer wieder konnte er nur zuschauen, wie Familien zerbrachen, wie sich Freundschaften entwickelten und wie eben diese neu gewonnenen Freunde bald schon sterbend in seinen Armen lagen. Machtlos und zerrissen gewährt Arthur dem Leser Einblicke in seine Gedanken und Gefühle. Nimmt ihn mit auf seine Reise durch den eigenen Zwiespalt. Träne für Träne kämpft er mit sich selbst. Hadert, ob sein Überleben seine Taten rechtfertigen würde, oder er damit bloß in egoistischer Weise sein eigenes Leben aufwiegt. Dabei stellt sich unweigerlich die Frage, ob es ihm letztlich möglich sein wird, sein gütiges Herz zu bewahren und zu seiner geliebten Familie zurückzukehren.