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1637 publizierte Descartes im holländischen Leiden anonym seinen »Discours de la méthode pour bien conduire sa raison et chercher la vérité dans les sciences, plus la Dioptrique, les Météores et la Géométrie qui sont des essais de cette méthode« (wörtlich: Abhandlung über die Methode, seine Vernunft gut zu gebrauchen und die Wahrheit in den Wissenschaften zu suchen, dazu die Lichtbrechung, die Meteore und die Geometrie als Versuchsanwendungen dieser Methode). Der als populärwissenschaftliches Werk auf hohem Niveau angelegte Discours wurde langfristig Descartes' wirksamstes Buch. Kernpunkte des…mehr

Produktbeschreibung
1637 publizierte Descartes im holländischen Leiden anonym seinen »Discours de la méthode pour bien conduire sa raison et chercher la vérité dans les sciences, plus la Dioptrique, les Météores et la Géométrie qui sont des essais de cette méthode« (wörtlich: Abhandlung über die Methode, seine Vernunft gut zu gebrauchen und die Wahrheit in den Wissenschaften zu suchen, dazu die Lichtbrechung, die Meteore und die Geometrie als Versuchsanwendungen dieser Methode). Der als populärwissenschaftliches Werk auf hohem Niveau angelegte Discours wurde langfristig Descartes' wirksamstes Buch. Kernpunkte des Discours sind: 1) eine Erkenntnistheorie, die nur das als richtig akzeptiert, was durch die eigene schrittweise Analyse und logische Reflexion als plausibel verifiziert wird; 2) eine Ethik, gemäß der das Individuum sich im Sinne bewährter gesellschaftlicher Konventionen pflichtbewußt und moralisch zu verhalten hat; 3) eine Metaphysik, die zwar (durch logischen Beweis) die Existenz eines vollkommenen Schöpfer-Gottes annimmt, aber kirchenartigen Institutionen wenig Raum läßt; 4) eine Physik, die die Natur als durch zwar gottgegebene, aber allgemein gültige Gesetze geregelt betrachtet und dem Menschen ihre rationale Erklärung und damit letztlich ihre Beherrschung zur Aufgabe macht.Der Neusatz des Textes folgt der Ausgabe Berlin 1870. Der französische Erstdruck erschien 1637 in Leiden. Die Rechtschreibung wurde entsprechend den Regeln der alten deutschen Rechtschreibung teilweise modernisiert.
Autorenporträt
René Descartes (1596-1650) berühmter französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler, gilt als der Begründer des modernen frühneuzeitlichen Rationalismus, den Spinoza, Malebranche und Leibniz kritisch-konstruktiv weitergeführt haben. Von ihm stammt der berühmte Spruch »cogito ergo sum« (Ich denke, also bin ich), der die Grundlage seiner Metaphysik bildet, aber auch das Selbstbewußtsein als genuin philosophisches Thema eingeführt hat. Seine Auffassung bezüglich der Existenz zweier voneinander verschiedener Substanzen (Geist und Materie) ist heute als cartesianischer Dualismus bekannt und steht im Gegensatz zu den verschiedenen Varianten des Monismus sowie zur dualistischen Naturphilosophie Isaac Newtons, der die Wechselwirkung aktiver immaterieller Kräfte der Natur mit der passiven Materie lehrt. Descartes ist zudem der Begründer der analytischen Geometrie, welche Algebra und Geometrie verbindet. Seine naturwissenschaftlichen Arbeiten sind zwar früh durch die newtonsche Physik widerlegt worden, sie sind jedoch nicht gering zu schätzen, da Descartes einer der wichtigsten und strengsten Vertreter des Mechanizismus war, der die ältere aristotelische Physik abgelöst hat.