Claire Bretécher ist zurück! Und sie bringt es genau auf den Punkt, das Leben der Frauen und Männer von heute. Detailgenau und unfassbar komisch berichtet sie in kurzen Episoden von den alltäglichen Abenteuern Aggripinas. Dabei widmet sie im aktuellen Band ihre Aufmerksamkeit vor allem einer neuzeitlichen Plage: den Allergien. Da kommt es schon mal vor, dass ein inniger Kuss heftige Reaktionen auslöst - allerdings nicht die erwünschten, wenn der Lover zuvor Erdnüsse gegessen hat. Allergien können aber auch helfen, eine missliebige Geschlechtsgenossin loszuwerden: Man muss nur rasch den Pulli aus Katzenhaar überziehen und schon niest sie sich davon.Claire Bretécher hat nichts von ihrem Witz verloren, der niemanden verschont, aber auch niemanden denunziert. Ein zusätzlicher Spass und eine wahre Augenweide ist die Mode, in der wir Aggrippina und ihren Freundeskreis sehen!
Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension
Am besten gefallen haben Susan Vahabzadeh die "Beobachtungen am Rande des Degoutanten", die Claire Bretecher in ihrem neuen Comic "Allergien" ihrer Hauptfigur Agrippina in den Mund legt oder besser gesagt zeichnet. Die Protagonistin, die laut Rezensentin den Bretecher-Fans noch aus den achtziger Jahren bekannt sein dürfte, kehrt zurück - ein bisschen zickiger und mit allerhand Allergien ausgestattet -, um mit weiblichen Idealvorstellungen aufzuräumen, wie Vahabzadeh findet. Kennzeichnend für Bretechers Comics waren schon immer die Alters- und Zeitlosigkeit ihrer Themen und Figuren, die auch diesmal wieder - in Person der Agrippina - ordentlich austeilen, so die Rezensentin angetan.
© Perlentaucher Medien GmbH
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