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Alice Schwarzer hat Geschichte gemacht: Sie blickt anlässlich ihres 60. Geburtstags zurück - ein brillantes Stück Zeitgeschichte Sie bewegt seit 30 Jahren die Gemüter - und wird das wohl auch weiterhin tun. Diese Zwischenbilanz ihrer Arbeiten in Printmedien und Fernsehen zeigt, warum: Alice Schwarzers Ideen von gestern und heute sind nicht selten die Themen von morgen. Zum Beispiel: Die Ganztagsbetreuung für Kinder - das Wahlthema 2002 - fordert sie seit 1973, zuletzt in dem EMMA-Dossier "Ganztagsschule", 2000. Über die Homo-Ehe dachte sie erstmals 1984 laut nach, auch gegen die Kritik aus…mehr

Produktbeschreibung
Alice Schwarzer hat Geschichte gemacht: Sie blickt anlässlich ihres 60. Geburtstags zurück - ein brillantes Stück Zeitgeschichte Sie bewegt seit 30 Jahren die Gemüter - und wird das wohl auch weiterhin tun. Diese Zwischenbilanz ihrer Arbeiten in Printmedien und Fernsehen zeigt, warum: Alice Schwarzers Ideen von gestern und heute sind nicht selten die Themen von morgen. Zum Beispiel: Die Ganztagsbetreuung für Kinder - das Wahlthema 2002 - fordert sie seit 1973, zuletzt in dem EMMA-Dossier "Ganztagsschule", 2000. Über die Homo-Ehe dachte sie erstmals 1984 laut nach, auch gegen die Kritik aus feministischen Kreisen. Missbrauch von Kindern - über "das Verbrechen, über das niemand spricht" - schrieb sie erstmals 1978, dafür damals noch ungläubig belächelt. Kein Berufsverbot für Frauen in der Bundeswehr - das forderte sie 1979 und plädiert heute für ein "Gemeinschaftspflichtjahr" für beide Geschlechter, wahlweiseim Militär oder im sozialen Bereich. Essstörungen - über die "Frauensucht Nr. 1" veröffentlichte sie 1984 einen Sonderband und löste damit die ersten Selbsthilfegruppen aus. Das Buch: hochaktuelle Texte aus 32 Jahren, ein einleitender Essay, Rückblicke sowie Analysen ihrer TV-Highlights: Warum zum Beispiel waren ihre beiden spektakulärsten Sendungen - mit Esther Vilar, 1975, und mit Verona Feldbusch, 2001, - ausgerechnet Konfrontationen mit Frauen?
Autorenporträt
Alice Schwarzer, geboren 1942 in Wuppertal, Feministin, Journalistin und Essayistin (Herausgeberin von 'Emma'), ist seit 1975 eine erfolgreiche Buchautorin mit zahlreichen Übersetzungen. 2008 wurde sie mit dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet.
Rezensionen
Eigenes aus 30 Jahren
Die Autorin sagt, die Arbeit an der Frauenzeitschrift EMMA nähme 90 Prozent ihrer Zeit in Anspruch. Wann also schreibt die Frau noch Bücher? Nun, diesmal hat Alice Schwarzer nicht in die Tasten des Computers gegriffen, sondern hat in einer gut sortierten und interessant gemischten Anthologie Eigenes aus 30 Jahren im Kampf um Menschenrechte zusammengestellt. Die Themen sind ein Querschnitt ihrer publizistischen Arbeit, beginnend mit dem "Appell der 374", veröffentlicht am 6. Juni 1971 im stern, endend mit dem Beitrag "30 Jahre Frauenbewegung - 6. Juni 2001", erschienen in der April-Ausgabe von EMMA.
Sie nervt auf blitzgescheite Art
Mit dem Appell im stern, es war die deutsche Variante des französischen Abtreibungs-"Bekenntnis der 343", hatte Schwarzer ihr Thema gefunden. Ohne Wenn und Aber setzt sie sich für Frauenrechte als Menschenrechte ein, deckt auf, prangert an, bricht Tabus, argumentiert und nervt auf blitzgescheite Art. Zwar hatte ihr der stern-Artikel quasi ein Schreibverbot in den Medien eingebracht. Ihre Antwort aber waren Bücher. Mit dem erzielten Gewinn hob sie 1977 ihre eigene Frauenzeitschrift, die EMMA, aus der Taufe. Aus ihr stammen natürlich auch zahlreiche Artikel dieses Sammelbandes. Ein bisschen schade ist, dass die Streitgespräche Schwarzers mit Esther Vilar (1975), Rudolf Augstein (1984) und Verona Feldbusch (2001) lediglich zusammengefasst werden. Dennoch: insgesamt eine Anthologie, in der zu stöbern sich lohnt.
(Mathias Voigt, literaturtest.de)
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