Hannes Heise
Chancengleichheit durch »neue Steuerung«?
Konzepte, Wirkungsprozesse und Erfahrungen am Beispiel des englischen Schulsystems
Hannes Heise
Chancengleichheit durch »neue Steuerung«?
Konzepte, Wirkungsprozesse und Erfahrungen am Beispiel des englischen Schulsystems
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Begriffe wie Wettbewerb, Leistungsmessung, Schulautonomie und Privatisierung prägen seit nunmehr 20 Jahren Bildungsreformen in aller Welt obwohl zahlreiche Untersuchungen darauf hingewiesen haben, dass eine sogenannte "neue Steuerung" die Gefahr zusätzlicher Bildungsbenachteiligung mit sich bringt. Hannes Heise ging der Frage nach, inwiefern eine Verknüpfung von chancengleichheitsorientierter und wettbewerbsorientierter Bildungspolitik möglich ist. Zu diesem Zweck untersuchte er Reformen des englischen Schulsystems durch die Labour-Regierung (1997-2010). Dabei wird deutlich, dass einer…mehr
Begriffe wie Wettbewerb, Leistungsmessung, Schulautonomie und Privatisierung prägen seit nunmehr 20 Jahren Bildungsreformen in aller
Welt obwohl zahlreiche Untersuchungen darauf hingewiesen haben, dass eine sogenannte "neue Steuerung" die Gefahr zusätzlicher Bildungsbenachteiligung mit sich bringt. Hannes Heise ging der Frage nach, inwiefern eine Verknüpfung von chancengleichheitsorientierter und wettbewerbsorientierter Bildungspolitik möglich ist. Zu diesem Zweck untersuchte er Reformen des englischen Schulsystems durch die
Labour-Regierung (1997-2010). Dabei wird deutlich, dass einer
bildungspolitischen Verknüpfung von Chancengleichheit und Wettbewerb sehr enge Grenzen gesetzt sind und wiederum Nebenwirkungen in Erscheinung treten, die erneut zur Diskriminierung ohnehin gesellschaftlich benachteiligter Gruppen führen.
Welt obwohl zahlreiche Untersuchungen darauf hingewiesen haben, dass eine sogenannte "neue Steuerung" die Gefahr zusätzlicher Bildungsbenachteiligung mit sich bringt. Hannes Heise ging der Frage nach, inwiefern eine Verknüpfung von chancengleichheitsorientierter und wettbewerbsorientierter Bildungspolitik möglich ist. Zu diesem Zweck untersuchte er Reformen des englischen Schulsystems durch die
Labour-Regierung (1997-2010). Dabei wird deutlich, dass einer
bildungspolitischen Verknüpfung von Chancengleichheit und Wettbewerb sehr enge Grenzen gesetzt sind und wiederum Nebenwirkungen in Erscheinung treten, die erneut zur Diskriminierung ohnehin gesellschaftlich benachteiligter Gruppen führen.
Produktdetails
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- Münchner Beiträge zur Bildungsforschung Bd.18
- Verlag: Utz Verlag
- Seitenzahl: 208
- Erscheinungstermin: 29. November 2010
- Deutsch
- Abmessung: 205mm x 145mm
- Gewicht: 345g
- ISBN-13: 9783831640249
- ISBN-10: 3831640246
- Artikelnr.: 31843688
- Herstellerkennzeichnung Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
- Münchner Beiträge zur Bildungsforschung Bd.18
- Verlag: Utz Verlag
- Seitenzahl: 208
- Erscheinungstermin: 29. November 2010
- Deutsch
- Abmessung: 205mm x 145mm
- Gewicht: 345g
- ISBN-13: 9783831640249
- ISBN-10: 3831640246
- Artikelnr.: 31843688
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1;Inhalt;6 2;1. Einleitung;9 2.1;1.1 Anlass und Gegenstand;9 2.2;1.2 Leitfragen und Ziele;15 2.3;1.3 Methodologische Überlegungen;16 2.4;1.4 Gliederung der Studie;23 3;2. Chancengleichheit und Diskriminierung;26 3.1;2.1 Chancengleichheit als gesellschaftlicher Diskurs;26 3.1.1;2.1.1 Gerechtigkeit als Chancengleichheit;27 3.1.2;2.1.2 Kritik am Chancengleichheitsbegriff;33 3.1.3;2.1.3 Der empirische Streit um die Chancengleichheit;36 3.1.4;2.1.4 Chancengleichheit und Wettbewerb;38 3.2;2.2 Diskriminierung als Forschungsgegenstand;39 3.3;2.3 Zwischenfazit: Institutionelle Diskriminierung im Kontext des Chancengleichheits-Diskurses;47 4;3. 'Neue' Steuerung im Bildungswesen;49 4.1;3.1 'Neue' Steuerung als internationaler Trend des Regierens;49 4.1.1;3.1.1 Bezugstheorien des 'neuen' Steuerungsmodells;51 4.1.2;3.1.2 Steuerung durch De- und Rezentralisierung;54 4.1.3;3.1.3 Steuerung durch Leistungsvereinbarungen und -kontrollen;56 4.1.4;3.1.4 Steuerung durch Wettbewerb;60 4.1.5;3.1.5 Interaktionen und Überlagerungen von Steuerungsmecha-nismen;65 4.1.6;3.1.6 Das terminologische Problem mit der 'neuen' Steuerung;68 4.1.7;3.1.7 Chancengleichheit im Kontext 'neuer' Steuerung;69 4.2;3.2 Educational Governance als Forschungsper-spektive;73 4.2.1;3.2.1 Verfügungsrechte statt Hierarchien;76 4.2.2;3.2.2 Die Handlungen der Akteurskonstellation;77 4.2.3;3.2.3 Das Mehrebenensystem als Handlungskontext;78 4.2.4;3.2.4 Anforderungen an aktuelle Governance-Studien;79 4.3;3.3 Zwischenfazit: Die Trennung von Reformpro-gramm und Analyseperspektive;83 5;4. Kontextualisierung: Strukturelle und historische Rahmenbedingungen der Schulbildung in England;85 5.1;4.1 Hauptakteure der Steuerung im englischen Schulsystem;86 5.2;4.2 Die Struktur des englischen Schulsystems;88 5.3;4.3 Migrationsspezifische und sozioökonomische Bildungsbenachteiligung im Vereinigten Königreich;94 5.3.1;4.3.1 Die Geschichte der Einwanderung in das Vereinigte König-reich;94 5.3.2;4.3.2 Ethnische Minderheiten im Vereinigten Königreich;96 5.3.3;4.3.3 Ethnische Bildungsbenachteiligung im Vereinigten König-reich;98 5.3.4;4.3.4 Bildungsbenachteiligung im Vereinigten Königreich im in-ternationalen Vergleich;100 5.4;4.4 Englische Bildungspolitik seit den 1940er Jah-ren;106 5.4.1;4.4.1 Der 'Education Reform Act' 1944;106 5.4.2;4.4.2 Der 'Education Reform Act' 1988;107 5.4.3;4.4.3 Der Regierungswechsel 1997;115 5.5;4.5 Zwischenfazit: Chancengleichheit in der engli-schen Bildungspolitik;122 6;5. Die Steuerungslogik der Reformpro-gramme;124 6.1;5.1 Chancengleichheit durch Bedarfsorientierung? Der 'Ethnic Minority Achievement Grant';125 6.1.1;5.1.1 Befunde der Wirkungsforschung;126 6.1.2;5.1.2 Die Steuerungslogik des EMAG;128 6.2;5.2 Chancengleichheit durch Prozessvorgaben? Der 'Race Relations Act';130 6.2.1;5.2.1 Race Relations (Amendment) Act;131 6.2.2;5.2.2 Befunde der Wirkungsforschung;136 6.2.3;5.2.3 Die Steuerungslogik des 'Race Relations Act';138 6.3;5.3 Chancengleichheit durch Strukturreformen und Output-Steuerung? Die 'Every Child Matters'- Agenda;139 6.3.1;5.3.1 Strukturelle Integration der Bildung- und Sozialleistungen;140 6.3.2;5.3.2 Output-Orientierung;144 6.3.3;5.3.3 Befunde der Wirkungsforschung;145 6.3.4;5.3.4 Die Steuerungslogik der 'Every Child Matters'-Agenda;146 6.4;5.4 Chancengleichheit durch High-Stakes-Testing? Der 'Children's Plan';147 6.4.1;5.4.1 Fortgesetzte Outputorientierung;148 6.4.2;5.4.2 Fördern und Fordern: Die 'National Challenge';150 6.4.3;5.4.3 Die Steuerungslogik des 'Children's Plan';154 6.5;5.5 Zwischenfazit: Die Renaissance 'neuer' Steue-rung;156 7;6. Wirkungsprozesse der Bildungsrefor-men in der Praxis;162 7.1;6.1 Staatliche Intervention durch Strukturreformen und Handlungsvorgaben;162 7.1.1;6.1.1 Strukturreform durch Verzahnung von Bildungs- und Sozi-alleistungen;163 7.1.2;6.1.2 Strukturreform durch Privatisierung;168 7.1.3;6.1.3 Handlungsvorgaben;178 7.2;6.2 Staatliche Intervention
1;Inhalt;6 2;1. Einleitung;9 2.1;1.1 Anlass und Gegenstand;9 2.2;1.2 Leitfragen und Ziele;15 2.3;1.3 Methodologische Überlegungen;16 2.4;1.4 Gliederung der Studie;23 3;2. Chancengleichheit und Diskriminierung;26 3.1;2.1 Chancengleichheit als gesellschaftlicher Diskurs;26 3.1.1;2.1.1 Gerechtigkeit als Chancengleichheit;27 3.1.2;2.1.2 Kritik am Chancengleichheitsbegriff;33 3.1.3;2.1.3 Der empirische Streit um die Chancengleichheit;36 3.1.4;2.1.4 Chancengleichheit und Wettbewerb;38 3.2;2.2 Diskriminierung als Forschungsgegenstand;39 3.3;2.3 Zwischenfazit: Institutionelle Diskriminierung im Kontext des Chancengleichheits-Diskurses;47 4;3. 'Neue' Steuerung im Bildungswesen;49 4.1;3.1 'Neue' Steuerung als internationaler Trend des Regierens;49 4.1.1;3.1.1 Bezugstheorien des 'neuen' Steuerungsmodells;51 4.1.2;3.1.2 Steuerung durch De- und Rezentralisierung;54 4.1.3;3.1.3 Steuerung durch Leistungsvereinbarungen und -kontrollen;56 4.1.4;3.1.4 Steuerung durch Wettbewerb;60 4.1.5;3.1.5 Interaktionen und Überlagerungen von Steuerungsmecha-nismen;65 4.1.6;3.1.6 Das terminologische Problem mit der 'neuen' Steuerung;68 4.1.7;3.1.7 Chancengleichheit im Kontext 'neuer' Steuerung;69 4.2;3.2 Educational Governance als Forschungsper-spektive;73 4.2.1;3.2.1 Verfügungsrechte statt Hierarchien;76 4.2.2;3.2.2 Die Handlungen der Akteurskonstellation;77 4.2.3;3.2.3 Das Mehrebenensystem als Handlungskontext;78 4.2.4;3.2.4 Anforderungen an aktuelle Governance-Studien;79 4.3;3.3 Zwischenfazit: Die Trennung von Reformpro-gramm und Analyseperspektive;83 5;4. Kontextualisierung: Strukturelle und historische Rahmenbedingungen der Schulbildung in England;85 5.1;4.1 Hauptakteure der Steuerung im englischen Schulsystem;86 5.2;4.2 Die Struktur des englischen Schulsystems;88 5.3;4.3 Migrationsspezifische und sozioökonomische Bildungsbenachteiligung im Vereinigten Königreich;94 5.3.1;4.3.1 Die Geschichte der Einwanderung in das Vereinigte König-reich;94 5.3.2;4.3.2 Ethnische Minderheiten im Vereinigten Königreich;96 5.3.3;4.3.3 Ethnische Bildungsbenachteiligung im Vereinigten König-reich;98 5.3.4;4.3.4 Bildungsbenachteiligung im Vereinigten Königreich im in-ternationalen Vergleich;100 5.4;4.4 Englische Bildungspolitik seit den 1940er Jah-ren;106 5.4.1;4.4.1 Der 'Education Reform Act' 1944;106 5.4.2;4.4.2 Der 'Education Reform Act' 1988;107 5.4.3;4.4.3 Der Regierungswechsel 1997;115 5.5;4.5 Zwischenfazit: Chancengleichheit in der engli-schen Bildungspolitik;122 6;5. Die Steuerungslogik der Reformpro-gramme;124 6.1;5.1 Chancengleichheit durch Bedarfsorientierung? Der 'Ethnic Minority Achievement Grant';125 6.1.1;5.1.1 Befunde der Wirkungsforschung;126 6.1.2;5.1.2 Die Steuerungslogik des EMAG;128 6.2;5.2 Chancengleichheit durch Prozessvorgaben? Der 'Race Relations Act';130 6.2.1;5.2.1 Race Relations (Amendment) Act;131 6.2.2;5.2.2 Befunde der Wirkungsforschung;136 6.2.3;5.2.3 Die Steuerungslogik des 'Race Relations Act';138 6.3;5.3 Chancengleichheit durch Strukturreformen und Output-Steuerung? Die 'Every Child Matters'- Agenda;139 6.3.1;5.3.1 Strukturelle Integration der Bildung- und Sozialleistungen;140 6.3.2;5.3.2 Output-Orientierung;144 6.3.3;5.3.3 Befunde der Wirkungsforschung;145 6.3.4;5.3.4 Die Steuerungslogik der 'Every Child Matters'-Agenda;146 6.4;5.4 Chancengleichheit durch High-Stakes-Testing? Der 'Children's Plan';147 6.4.1;5.4.1 Fortgesetzte Outputorientierung;148 6.4.2;5.4.2 Fördern und Fordern: Die 'National Challenge';150 6.4.3;5.4.3 Die Steuerungslogik des 'Children's Plan';154 6.5;5.5 Zwischenfazit: Die Renaissance 'neuer' Steue-rung;156 7;6. Wirkungsprozesse der Bildungsrefor-men in der Praxis;162 7.1;6.1 Staatliche Intervention durch Strukturreformen und Handlungsvorgaben;162 7.1.1;6.1.1 Strukturreform durch Verzahnung von Bildungs- und Sozi-alleistungen;163 7.1.2;6.1.2 Strukturreform durch Privatisierung;168 7.1.3;6.1.3 Handlungsvorgaben;178 7.2;6.2 Staatliche Intervention