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Zum 450. Todestag erscheinen die "Novellen der hochberühmten und hochgeschätzten Prinzessin Margarete von Valois, Königin von Navarra", so der vollständige Titel dieses um die Mitte des 16. Jahrhunderts entstandenen Buches, das als das französische "Decamerone" gilt. Reisende, die vom Unwetter überrascht wurden, erzählen sich in sieben aufeinanderfolgenden Tagen Geschichten. Das Hauptthema fast aller Erzählungen ist die Liebe in ihren verschiedensten Spielarten. Die 1558/1559 erstmals erschienene Sammlung war lange Zeit als unzüchtig verpönt, ehe sie in viele Sprachen übersetzt und in zahlreichen Auflagen verbreitet wurde. …mehr

Produktbeschreibung
Zum 450. Todestag erscheinen die "Novellen der hochberühmten und hochgeschätzten Prinzessin Margarete von Valois, Königin von Navarra", so der vollständige Titel dieses um die Mitte des 16. Jahrhunderts entstandenen Buches, das als das französische "Decamerone" gilt. Reisende, die vom Unwetter überrascht wurden, erzählen sich in sieben aufeinanderfolgenden Tagen Geschichten. Das Hauptthema fast aller Erzählungen ist die Liebe in ihren verschiedensten Spielarten. Die 1558/1559 erstmals erschienene Sammlung war lange Zeit als unzüchtig verpönt, ehe sie in viele Sprachen übersetzt und in zahlreichen Auflagen verbreitet wurde.
Autorenporträt
Margarete von Navarra (auch Margarete von Angoulême, französisch Marguerite de Navarre; * 11. April 1492 in Angoulême; 21. Dezember 1549 in Odos) war eine französische Schriftstellerin und Mäzenin. Sie war die Tochter des Grafen Karl von Angoulême und ältere Schwester König Franz I. von Frankreich. Durch Heirat wurde sie 1509 Herzogin von Alençon und 1527 Königin von Navarra. Sie förderte Dichter, Künstler und Gelehrte. Ihr bekanntestes literarisches Werk ist das Heptaméron.Margarete stammte aus einer Nebenlinie der französischen Königsfamilie, die durch den Tod von Ludwig XII. ohne männliche Erben zur Hauptlinie wurde (Haus Valois-Angoulême). Sie war Tochter des hochgebildeten Grafen Karl von Angoulême und zwei Jahre ältere Schwester von Franz von Angoulême, der 1515 als Franz I. auf den Thron nachrückte. Selbst hochgebildet wie ihr Vater, wurde sie aus dynastischen Gründen 1509 mit Herzog Karl IV. von Alençon verheiratet. Durch die Thronbesteigung ihres Bruders wurde sie neben ihrer Mutter Luise von Savoyen für eine Weile zur mächtigsten Frau Frankreichs. 1524 starb zudem Königin Claude und sie wurde mit der Aufsicht der königlichen Kinder betraut, denn sie hatte damals noch keine eigenen Kinder. Und etwa ein Jahr später reiste sie als Unterhändlerin nach Madrid, um Franz zu pflegen und zu befreien, als er dort nach der verlorenen Schlacht von Pavia 1525 als Gefangener von Karl V. festgehalten wurde.Trotzdem wurde sie im gleichen Jahr Witwe. Danach wurde sie von vielen Fürsten für eine erneute Heirat umworben, unter anderem, wie es heißt, von Karl V. und Heinrich VIII. 1527 ließ sich Margarete, wiederum aus dynastischen Gründen, mit Henri d'Albret verheiraten, dem König des auf der nördlichen Seite der Pyrenäen gelegenen Restes des alten Königreichs Navarra, dessen größerer Teil 1512 von Spanien annektiert worden war. Der attraktive Henri war 11 Jahre jünger als sie und entstammte der gräflichen Dynastie von Foix. Das Paar lebte anfangs überwiegend am französischen Hof, verbrachte aber auch viel Zeit in den südwestfranzösischen Residenzstädtchen Nérac und Pau, wo sie einen eigenen kleinen Hof unterhielten.