Diese Arbeit soll die Frage klären, was kirchenrechtlich unter der Forderung des Gehorsams zu verstehen ist, wie weit diese Forderung geht und wo sie ihre Grenzen hat. Konkret soll betrachtet werden, welche Personengruppen (ChristInnen allgemein, TheologInnen, Priester) auf welche Art und Weise gehorsam sein sollen, aber auch, welche verschiedenen Gehorsamsarten verlangt werden können (Glaubensgehorsam, endgültiger Zustimmungsgehorsam, religiöser Gehorsam des Willens und des Verstandes, rein disziplinärer Gehorsam). Den Abschluss bildet eine Betrachtung des Gehorsams im Benediktiner- sowie im Jesuitenorden und der möglichen Spannungen zwischen Ordensangehörigen und diözesanen Strukturen (wenn etwa ein Ordensangehöriger im Gebiet eines Bischofs arbeitet, oder gar zum Bischofs- oder Papstamt bestellt wird)