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Die aktuellen Verbrechen der russischen Armee in der Ukraine zeigen mit aller Deutlichkeit, wie die historisch gewachsenen, latenten und manifesten Potenziale eines hegemonialen Überlegenheitsanspruchs zur Entgrenzung von Gewalt und zum Krieg führen können. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, nach politisch-ideologischen Prägungen des Militärs zu fragen. Inwiefern stellt die imperiale/koloniale Gewalt eine legitimierende Kontinuität im Denken und Handeln der Soldaten dar? Dieser Band geht dieser Frage am Beispiel des preußischen Militärs nach. Anhand von Motivationen personellen und…mehr

Produktbeschreibung
Die aktuellen Verbrechen der russischen Armee in der Ukraine zeigen mit aller Deutlichkeit, wie die historisch gewachsenen, latenten und manifesten Potenziale eines hegemonialen Überlegenheitsanspruchs zur Entgrenzung von Gewalt und zum Krieg führen können. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, nach politisch-ideologischen Prägungen des Militärs zu fragen. Inwiefern stellt die imperiale/koloniale Gewalt eine legitimierende Kontinuität im Denken und Handeln der Soldaten dar?
Dieser Band geht dieser Frage am Beispiel des preußischen Militärs nach. Anhand von Motivationen personellen und institutionellen Entscheidungen sowie ihren Zusammenhängen sollen Funktion und Ausrichtungen des preußischen Militärs aufgezeigt werden. Gefragt wird auch, wie der preußische Staat sein Militär organisierte, welche militärische Pflichten er seinen Einwohnern auferlegte und wie seine ideologische Ausrichtung das Militärsystem prägte.
Autorenporträt
Agnieszka Pufelska, University of Potsdam / Northeast Institute, University of Hamburg; Philipp Oswalt, University of Kassel, Germany.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Rezensent Eckart Conze ist mit dem Inhalt und auch der Schwerpunktsetzung dieses Bandes weitgehend einverstanden. Das von Philipp Oswalt und Agnieszka Pufelska herausgegebene Buch untersucht in einer Reihe von Beiträgen unterschiedlicher Autoren die militaristische Tradition Preußens - Conze verortet diese Unternehmung im Kontext der Diskussionen um den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonskirche, eines Symbols preußischer Kriegsbegeisterung. Die Autoren des vorliegenden Bandes schreiben in ihrer Mehrheit freilich nicht in aktivistischer Manier, sondern gehen in die Tiefe und legen viele verschiedene Aspekte der Militärgeschichte Preußens frei, die auch mit der allgemeineren Militär- und Kriegsgeschichte Europas korrespondieren. Natürlich kann man der Ansicht sein, meint Conze, seines Zeichens selbst Historiker, dass der "Geist von Potsdam" des Titels nicht ausschließlich im Militärischen zu verorten ist, sondern auch etwas mit, zum Beispiel, der Aufklärung zu tun hat. Aber solche Argumentationen werden auch oft zur Apologie der preußischen Militärbegeisterung benutzt, gibt Conze zu Bedenken. Gegen derartige Bestrebungen durchaus auch in gegenwärtigen Debatten um Militarisierung ist dieser reichhaltige Band ein gutes Gegengift, schließt Conze.

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