Literaturgeschichtsschreibung und Mittelalter-Rezeption haben in den letzten Jahren "Konjunktur". Eine Untersuchung zur literarhistoriographischen Präsentation eines mittelalterlichen Dichters fehlt jedoch bislang. Die Verfasserin analysiert die "Tristan"-Kapitel von 233 deutschen Literaturgeschichten und zeichnet Entstehung und Wandel eines Gottfried-Bildes nach. Unter anderem zeigt sie anhand der Literaturgeschichten besonders des 19. Jahrhunderts, daß diese zu Unrecht als heute veraltet gelten. Im Gegenteil antizipieren die Autoren früherer Literaturgeschichten nicht selten Forschungsergebnisse zum "Tristan".
Methodisch relevant ist der Versuch, mittels eines Kriterienkataloges eine konsensfähige Definition der Gattung "Literaturgeschichte" zu erarbeiten.
Methodisch relevant ist der Versuch, mittels eines Kriterienkataloges eine konsensfähige Definition der Gattung "Literaturgeschichte" zu erarbeiten.
"The work is a significant attempt to open up a field where a great deal needs to be done." (Michael S. Batts, Seminar)
"... über einen breiten Ausschnitt der Rezeptionsgeschichte des Gottfriedschen 'Tristan' hinaus ein gewichtiger Beitrag zur deutschen Literaturgeschichtsschreibung überhaupt ... das Vorgehen ist plausibel, plausibel und gut auch die Würdigung gerade der älteren Geschichtsschreibung. Das Bild von der Geschichte der Germanistik ist um ein schönes Mosaiksteinchen bereichert." (Otfried Ehrismann, Germanisch-Romanische Monatsschrift)
"... über einen breiten Ausschnitt der Rezeptionsgeschichte des Gottfriedschen 'Tristan' hinaus ein gewichtiger Beitrag zur deutschen Literaturgeschichtsschreibung überhaupt ... das Vorgehen ist plausibel, plausibel und gut auch die Würdigung gerade der älteren Geschichtsschreibung. Das Bild von der Geschichte der Germanistik ist um ein schönes Mosaiksteinchen bereichert." (Otfried Ehrismann, Germanisch-Romanische Monatsschrift)