Mit den Tuareg durch die Sahara auf den Berg des Einsiedlers
Im Herzen der Sahara liegt ein riesiges Vulkanmassiv voller Gold und voller Geschichten von Eremiten, Räubern und Tuareg-Kriegern. Wie oft bei seinen Büchern, war es auch diesmal ein Bild, das bei Wolfgang Büscher den Wunsch auslöste, dorthin zu gehen: Eine weltferne Klause auf einem Hochplateau, gebaut von einem Wüstenheiligen, den viele für verrückt hielten und der zum Freund der Tuareg wurde. Dort war er dem Himmel nahe, und wenn er aus seiner Tür trat, sah er einen Garten aus gelben Bergen. Eine Reiseerzählung aus den Wüsten und Bergen des Ahaggar.
Im Herzen der Sahara liegt ein riesiges Vulkanmassiv voller Gold und voller Geschichten von Eremiten, Räubern und Tuareg-Kriegern. Wie oft bei seinen Büchern, war es auch diesmal ein Bild, das bei Wolfgang Büscher den Wunsch auslöste, dorthin zu gehen: Eine weltferne Klause auf einem Hochplateau, gebaut von einem Wüstenheiligen, den viele für verrückt hielten und der zum Freund der Tuareg wurde. Dort war er dem Himmel nahe, und wenn er aus seiner Tür trat, sah er einen Garten aus gelben Bergen. Eine Reiseerzählung aus den Wüsten und Bergen des Ahaggar.
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Wolfgang Büscher erweist sich laut Rezensent Hannes Hintermeier mit diesem Buch ein weiteres Mal als ein herausragender Reiseschriftsteller. Anders als sonst ist Büscher diesmal nicht allein unterwegs, weiß Hintermeier, das wäre zu gefährlich im Süden Algeriens, wo Islamisten, Schlepper und Goldsucher unterwegs sind und Ausländer oft entführt werden. Büscher nimmt die Spur eines anderen Reisenden auf, nämlich die Charles de Foucaulds, der zuerst als französischer Militär in Afrika unterwegs ist, später Mönch wird und mit den Tuareg lebt, die er nicht zu missionieren versucht. Unter anderem, erfahren wir von Hintermeier, sucht der Autor eine Steinhütte auf, in der auch Foucauld gelebt hat. Hintermeier schreibt über die Faszination, die der Islam auf Büscher ausübt, weil er weiterhin das Leben vieler Menschen bestimmt, während in Europa die Bedeutung der Religion schwindet. Toll ist dieses Buch vor allem auch in stilistischer Hinsicht, geschickt verknüpft die Sprache des Autors Anschauliches und Reflexion, findet der Kritiker. Viele sensorische Details stecken im Text, eine umfassende Kulturgeschichte hingegen möchte Büscher nicht schreiben. Und zu guter Letzt, heißt es am Schluss, hat der Autor hier auch ein schönes Buch über sich selbst, einen ewigen Reisenden, geschrieben.
© Perlentaucher Medien GmbH
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Das Buch ist so gut und eindringlich geschrieben, auch so geschickt aufgebaut, dass man selbst das Gefühl hat, beim Lesen in der Wüste unterwegs zu sein. Tobias Lehmkul Deutschlandfunk Kultur, Studio 9 20250125