In der heutigen Welt ist der Besitz von Wissen entscheidend geworden. Ihr demokratischer Zugang musste an ein Gremium von Fachleuten delegiert werden, deren Tätigkeit sich über etwa ein Viertel des Lebens eines Menschen erstreckt. Das Verhältnis der Lehrer zu den anderen Mitgliedern der Gesellschaft wird dadurch tiefgreifend beeinflusst und schafft eine einzigartige berufliche Situation. Legitimiert durch den Besitz der edelsten Kultur, ist ihre Berufserfahrung die eines lebenslangen Bürgers, der mit den Zögern der Kindheit und den Sorgen der Jugend zu tun hat. In Frankreich kam diese paradoxe Erfahrung in besonderer Weise zum Ausdruck, und zwar aufgrund der historischen Konfrontation zwischen zwei Unterrichtsordnungen, der Primar- und der Sekundarschule, den jeweiligen Erben der kleinen Pfarrschulen und der Universitätsschulen des Ancien Régime. Dieser Kampf wurde am Ende des 20. Jahrhunderts durch den Triumph der Kleriker über die Lehrer und durch den Vorrang der Legitimität des gelehrten Wissens vor den Bedürfnissen der Pädagogik entschieden. In diesem Buch wird der Versuch unternommen, so nah wie möglich an der Geschichte und an der kollektiven Erfahrung zu verstehen, was der Zustand des Unterrichts heute sein kann.
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