Anlaß für diese Dokumentation ausländischer Pressemeinungen über die Vereinigung der beiden deutschen Staaten war der Umgang vieler westdeutscher Medien und zahlreicher Bonner Politiker mit den im Ausland von ehemaligen Gegnern und Opfern deutscher Politik während des Vereinigungsprozesses zum Ausdruck gebrachten Ängste und Bedenken. Sie wurden geleugnet und heruntergespielt oder sogar denunziert, indem Gründe und Schuld vor allem für die Ängste vorzugweise bei den Ängstlichen selbst gesucht wurden. Gegen diese deutsche Abwehrhaltung steht jedoch einerseits die Würde und das Recht dieser Gegner und Opfer der verbrecherischen Politik des letzten einigen Deutschen (Dritten) Reichs - und das sind alle Nachbarländer, einschließlich der mittel- und osteuropäischen Völker, der Judenheit, Sinti, Roma usw. -, immer gehört zu werden, wenn sie Angst vor Deutschland und Deutschen äußern. Andererseits verdanken auch die Deutschen selbst ihre Befreiung von diesem verbrecherischen Reich nur ausländischer Intervention und Hilfe (das gilt gleichermaßen für ihre spätere Reintegration in die internationale Völkergemeinschaft), so daß sie die Gedanken und Gefühle kennen sollten, die im Ausland an diesem wichtigsten Wendepunkt deutscher Politik und Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg - der Vereinigung - geäußert wurden.
«Was hier vorliegt, ist monumental und steht in der Tradition enzyklopädischer Projekte des 18. und quelleneditorischer Vorhaben des 19. Jahrhunderts.» (Rolf-Ulrich Kunze, Stadtblatt)
«Lehmanns Arbeit ist ein hervorragendes Kompendium für jeden, der sich mit dem außenpolitischen Prozeß der Vereinigung im besonderen, aber auch dem Bild der Deutschen im allgemeinen beschäftigt.» (MF, Zeitschrift für Politikwissenschaft)
«Lehmanns Arbeit ist ein hervorragendes Kompendium für jeden, der sich mit dem außenpolitischen Prozeß der Vereinigung im besonderen, aber auch dem Bild der Deutschen im allgemeinen beschäftigt.» (MF, Zeitschrift für Politikwissenschaft)