Die vorliegende Arbeit beschreibt aus historischer Perspektive, den musikalischen und tänzerischen Einzug des Tango Argentinos in die deutschen Städte. Um seine Präsenz in der Gesellschaft zu verdeutlichen, wurden bislang unbekannte Quellen ausfindig gemacht und analysiert. In dieser Arbeit wird deutlich, dass der Tango vom Werbeträger für Musik, Mode- und Geschenkartikel, bis hin zum Diskussionsträger von Sittlichkeit reichte und zeitweise als gesellschaftliche Abgrenzungsmöglichkeit galt.Diskutiert werden zudem die Tangoverbote, die zum Teil noch heute den Mythos des Tangos beeinflussen. Im zweiten Teil der Arbeit wird auf die musikalische, tänzerische, gesellschaftliche und mediale Veränderung des Tangos in den 20er und 30er Jahren bis hinein in die Anfänge des Zweiten Weltkrieges eingegangen.