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Ein australisch-britischer Experte hielt sie für Missionare und Kupfermetallurgen aus Spanien. Andere Fachleute glaubten, sie seien aus Nordwestafrika, Portugal oder Ungarn gekommen. Ihre schnelle und weite Ausbreitung schrieb man ihren Reitpferden zu. Zwei deutsche Prähistoriker betrachteten sie als "reisige Bogenschützen". Ein weiterer Experte sprach von Nomaden. Gemeint sind die Angehörigen der Glockenbecher-Kultur, die von etwa 2.500 bis 2.200 v. Chr. in vielen Teilen Europas und in England sogar bis 1.800 v. Chr. existierten. Ihre Kultur ist nach einem Becher in Form einer umgestülpten…mehr

Produktbeschreibung
Ein australisch-britischer Experte hielt sie für Missionare und Kupfermetallurgen aus Spanien. Andere Fachleute glaubten, sie seien aus Nordwestafrika, Portugal oder Ungarn gekommen. Ihre schnelle und weite Ausbreitung schrieb man ihren Reitpferden zu. Zwei deutsche Prähistoriker betrachteten sie als "reisige Bogenschützen". Ein weiterer Experte sprach von Nomaden. Gemeint sind die Angehörigen der Glockenbecher-Kultur, die von etwa 2.500 bis 2.200 v. Chr. in vielen Teilen Europas und in England sogar bis 1.800 v. Chr. existierten. Ihre Kultur ist nach einem Becher in Form einer umgestülpten Glocke benannt. Ihr riesiges Verbreitungsgebiet reichte von Portugal im Westen bis nach Ungarn im Osten sowie von Italien im Süden bis nach England im Norden. In ihren Gräbern fand man tönerne Glockenbecher, steinerne Pfeilspitzen und Armschutzplatten für Bogenschützen, kupferne Dolche sowie Schmuckstücke aus Gold, Silber und Elektron. Zu ihren Lebzeiten ging es nicht immer friedlich zu, was Hieb- und Schussverletzungen an Skeletten beweisen. Eine Koryphäe schlug für die rätselhafte Kultur zwischen der jüngeren Steinzeit und der frühen Bronzezeit den Begriff Glockenbecher-Phänomen vor.
Autorenporträt
Ernst Probst, geboren am 20. Januar 1946 in Neunburg vorm Wald im bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz, ist Journalist und Wissenschaftsautor. Er arbeitete von 1968 bis 1971 bei den "Nürnberger Nachrichten", von 1971 bis 1973 in der Zentralredaktion des "Ring Nordbayerischer Tageszeitungen" in Bayreuth und von 1973 bis 2001 bei der "Allgemeinen Zeitung", Mainz. In seiner Freizeit schrieb er Artikel für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Süddeutsche Zeitung", "Die Welt", "Frankfurter Rundschau", "Neue Zürcher Zeitung", "Tages-Anzeiger", Zürich, "Salzburger Nachrichten", "Die Zeit", "Rheinischer Merkur", "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt", "bild der wissenschaft", "kosmos", "Deutsche Presse-Agentur" (dpa), "Associated Press" (AP) und den "Deutschen Forschungsdienst" (df). Aus seiner Feder stammen die Bücher "Deutschland in der Urzeit" (1986), "Deutschland in der Steinzeit" (1991), "Rekorde der Urzeit" (1992), "Dinosaurier in Deutschland" (1993 zusammen mit Raymund Windolf)

und "Deutschland in der Bronzezeit" (1996). Von 2001 bis 2006 betätigte sich Ernst Probst als Buchverleger sowie zeitweise als internationaler Fossilienhändler und Antiquitätenhändler. Insgesamt veröffentlichte er etwa 450 Bücher, Taschenbücher, Broschüren und rund 450 E-Books.