Auf unerklärliche Weise verschwinden weltweit hohe Geldmengen, lösen sich Computerkonten in nichts auf, falsche Aktioenkurse führen zu Panikverkäufen, ganze Bankvermögen werden wie von Schwarzen Löchern verschluckt. Die Spur führt zu einer Terrorsekte um den "großen Antimago", die einen perfiden Plan verfolgt: Sie will die Menschheit "vom Geld befreien".
Auf unerklärliche Weise verschwinden weltweit hohe Geldmengen, lösen sich Computerkonten in nichts auf, falsche Aktioenkurse führen zu Panikverkäufen, ganze Bankvermögen werden wie von Schwarzen Löchern verschluckt. Die Spur führt zu einer Terrorsekte um den "großen Antimago", die einen perfiden Plan verfolgt: Sie will die Menschheit "vom Geld befreien".
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Autorenporträt
Gert Heidenreich, geboren 1944 in Eberswalde, lebt in der Nähe von München. Sein Werk umfaßt Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays, Theaterstücke und Arbeiten für Funk und Fernsehen. Er wurde u. a. mit dem Adolf-Grimme-Preis (1986), dem Literaturpreis der Stadt München (1990), dem Phantastik-Preis (1995) sowie dem Marieluise-Fleisser-Preis (1998) ausgezeichnet. 1991-1995 Präsident des deutschen P.E.N.-Clubs (West).
Rezensionen
Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension
Gert Heidenreichs Begründung für die Neuausgabe seines vor 15 Jahren publizierten Romans, nämlich dessen Aktualität angesichts der gegenwärtigen Krise des Kapitalismus, mag Burkhard Müller nicht überzeugen. Denn die "prophetische Kraft" dieses utopischen Romans, in dem eine "messianische Terrorgruppe" auszieht, zunächst die Fotografie, dann die Finanz- und Computerwelt in ihrer bedrohlichen "Virtualität" zu bekämpfen, hält sich nach Ansicht des Rezensenten in Grenzen. Während nämlich die aktuelle globale Finanzkrise systemimmanent sei, werde bei Heidenreich von außen eingewirkt, so Müller, der hinter den als "bußpredigerhaften" Brandreden des Terroristenanführers durchaus die Zustimmung des Autors ahnt. Müller will die Verteufelung der Virtualität allerdings ziemlich verstaubt erscheinen, zumal viele der anfänglich gehegten Befürchtungen gegenüber der neuen Technologie sich nicht bewahrheitet haben. Und so hat er denn "Die Nacht der Händler" auch weniger als sich in der Realität bestätigende Utopie gelesen als vielmehr als Exempel für die "Vergänglichkeit von Zukünften".