Gab es eine Ursprache aller Menschen, die sich erst später, wie im Bericht von der babylonischen Sprachverwirrung erzählt, in viele Sprachen aufspaltete? Zu allen Zeiten träumte die Menschheit den Traum von der Wiedergewinnung der vollkommenen Sprache, und Umberto Eco zeichnet die Geschichte dieses Traumes nach. Von der ekstatischen Kabbala über die universelle Grammatik bei Dante, von den Geheimsprachen der Rosenkreuzer bis zu den Welthilfssprachen wie Esperanto führt die Suche durch ein jahrtausendealtes Labyrinth der Zeichen und Zeichensysteme, in dem Ungeheures auf Absurdes, Bizarres auf…mehr
Gab es eine Ursprache aller Menschen, die sich erst später, wie im Bericht von der babylonischen Sprachverwirrung erzählt, in viele Sprachen aufspaltete? Zu allen Zeiten träumte die Menschheit den Traum von der Wiedergewinnung der vollkommenen Sprache, und Umberto Eco zeichnet die Geschichte dieses Traumes nach. Von der ekstatischen Kabbala über die universelle Grammatik bei Dante, von den Geheimsprachen der Rosenkreuzer bis zu den Welthilfssprachen wie Esperanto führt die Suche durch ein jahrtausendealtes Labyrinth der Zeichen und Zeichensysteme, in dem Ungeheures auf Absurdes, Bizarres auf Geniales folgt.
Der Semiotiker Eco greift hier die Thematik der Sprache aus dem 'Foucaultschen Pendel' auf und behandelt unter den Aspekten »vollkommene Sprache/universelle Sprache« ein umfangreiches Kapitel europäischer Kulturgeschichte. Daß alle Versuche, eine vollkommene Sprache a posteriori zu konstruieren, fehlschlagen müssen, versteht sich von selbst, müßte sie doch die Allheit aller existierender Sprachen sein. Doch für Eco liegt die Aufgabe der zukünftigen europäischen Kultur auch nicht im Triumph der totalen Vielsprachigkeit, sondern »in der Herausbildung einer Gemeinschaft von Menschen, die in der Lage sind, den Geist, das Aroma, die Atmosphäre einer anderen Sprache zu erfahren«. »Hier schreibt ein gelernter Babyloniker die Geschichte einer antibabylonischen Idee.« (Ludger Lütkehaus in der 'Süddeutschen Zeitung')
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
Autorenporträt
Eco, Umberto Umberto Eco, 1932 in Alessandria (Piemont) geboren, lebte bis zu seinem Tod am 19. Februar 2016 in Mailand und lehrte Semiotik an der Universität Bologna. Er verfasste zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Der Roman 'Der Name der Rose' (dt.1982) machte Eco weltberühmt, viele weitere Romane folgten und wurden Bestseller. Er war einer der bedeutendsten Schriftsteller und Wissenschaftler unserer Zeit. Für sein Werk wurde er mit nicht weniger als neunundvierzig Ehrendoktorwürden aus aller Welt geehrt. Kroeber, Burkhart Burkhart Kroeber studierte in Tübingen, Heidelberg und Paris die Fächer Ägyptologie, Romanistik und Politikwissenschaft. Er wurde 1968 in Tübingen promoviert.
Seine Übersetzungen der Werke von Umberto Eco aus dem Italienischen (seit Der Name der Rose) sind im deutschsprachigen Raum weit verbreitet. Er übersetzt ebenfalls Texte von Italo Calvino (seit Wenn ein Reisender in einer Winternacht) und anderen Autoren, auch literarische Texte aus dem Amerikanischen.
Rezensionen
"Wie stets bei Eco ist auch hier das ausgebreitete Material überwältigend. Nicht nur der Sprachwissenschaftler, sondern auch der an Sprachfragen interessierte Laie liest das Buch mit Interesse und Gewinn." Muttersprache 4/2002 aus "Vierteljahresschrift für deutsche Sprache"
Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen: www.buecher.de/agb
Impressum
www.buecher.de ist ein Internetauftritt der buecher.de internetstores GmbH
Geschäftsführung: Monica Sawhney | Roland Kölbl | Günter Hilger
Sitz der Gesellschaft: Batheyer Straße 115 - 117, 58099 Hagen
Postanschrift: Bürgermeister-Wegele-Str. 12, 86167 Augsburg
Amtsgericht Hagen HRB 13257
Steuernummer: 321/5800/1497
USt-IdNr: DE450055826