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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Der diesjährige Buchmessenschwerpunkt Neuseeland ist der Grund dafür, dass "Ein Engel an meiner Tafel", der zweite Band von Janet Frames dreiteiliger Autobiografie, jetzt neu erschienen ist. Die Verfilmung durch Jane Campion 1990 machte die neuseeländische Autorin, die bis dahin bereits viele Bücher veröffentlicht hatte, weltweit bekannt, erinnert sich die Rezensentin Frauke Meyer-Gosau. Frame erzähle bemerkenswert ruhig und klar und ohne Anklage von der Zeit zwischen 1945 bis 1956, in der sie Pädagogik studierte und nach einem Selbstmordversuch in die Psychiatrie eingeliefert wurde, wo man sie als schizophren diagnostizierte und mit Elektroschocks behandelte. Die Grauen erregende Geschichte der Schriftstellerin, die 2004 starb, wandelte sich kurz vor der drohenden Lobotomie zum Happy End, als sie den bedeutendsten Literaturpreis Neuseelands gewann, lässt die Rezensentin wissen, die vor allem von der "literarischen Geradheit" dieser Lebensbeschreibung tief beeindruckt ist.

© Perlentaucher Medien GmbH
"ergreifend, ja aufwühlend ... Janet Frame ist eine der eminentesten neuseeländischen Autorinnen der Moderne. Was nun wieder zu entdecken ist."
Buchkultur, Alexander Kluy