Am 7. Oktober 2023 überzog die Hamas Israel mit Terror, seither hält die Welt den Atem an - und überschlagen sich die Ereignisse. Ron Leshem zeichnet in seinem bewegenden Text jenen Tag und die Entwicklungen seither nach - und führt ein zutiefst gespaltenes Land vor Augen. Gerade der liberale, auf Verständigung bedachte Teil der Gesellschaft wurde getroffen. Was werden die Folgen sein?
Leshem, international bekannter Autor («Euphoria», «Beaufort»), Journalist und ehemaliger israelischer Geheimdienstoffizier, ist auch persönlich betroffen. Die Hamas ermordete seinen Onkel und seine Tante, verschleppte seinen Cousin, der auch deutscher Staatsbürger war, als Geisel. Ein Blick in die Wirklichkeit Israels, der uns das Land auf sehr persönliche Weise nahebringt und zugleich ein großes Bild vermittelt. Das Buch zur Stunde, das den Konflikt begreifbar macht.
Leshem, international bekannter Autor («Euphoria», «Beaufort»), Journalist und ehemaliger israelischer Geheimdienstoffizier, ist auch persönlich betroffen. Die Hamas ermordete seinen Onkel und seine Tante, verschleppte seinen Cousin, der auch deutscher Staatsbürger war, als Geisel. Ein Blick in die Wirklichkeit Israels, der uns das Land auf sehr persönliche Weise nahebringt und zugleich ein großes Bild vermittelt. Das Buch zur Stunde, das den Konflikt begreifbar macht.
Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension
Kritiker Matthias Kolb ist trotz des belastenden Inhalts froh, dass Ron Leshem, früherer israelischer Geheimdienstoffizier, dieses Buch über den 7. Oktober geschrieben hat: Er widmet sich dort der akribischen Planung der Hamas für ihren brutalen Angriff, aber auch dem Versagen der israelischen Behörden, frühzeitig auf Warnungen zu reagieren. Für Kolb wird nachvollziehbar, dass Netanyahu mit seiner Justizreform großen Anteil an der inneren Spaltung und Verwundbarkeit Israels trägt, aber auch, was sowohl israelische als auch palästinensische Opfer des Krieges erlitten haben. Ein "nüchtern und zugleich empathisches" Buch, schließt der Rezensent.
© Perlentaucher Medien GmbH
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Dieser Essay gehört zum Scharfsinnigsten und sprachlich Einnehmendsten, was über Kriegsalbtraum und Friedenstüchtigkeit, Demokratie und Kapitalismus, Ost und West, Frauen und Männer jetzt in dieser Republik zu lesen ist. der Freitag 20241212
Rezensent Carsten Hueck ist überzeugt, mit "Feuer" das bislang wichtigste Buch zum Massaker der Hamas vom 7. Oktober gelesen zu haben. Ron Leshem dokumentiert die komplexe Vorgeschichte, sowie auch die Geschehnisse des 7. Oktobers auf ausführliche, reflektierte, fundierte, präzise und immer radikal sachliche Weise, was umso beeindruckender ist, da er auch persönlich davon betroffen ist: Seit zehn Jahren erst lebt der israelische Autor und Journalist in Boston, u.a. ist einer seiner Cousins von der Hamas entführt und ermordet worden. Dennoch lässt sich Leshem nie zu "Pathos" oder zu einseitigen Betrachtungen hinreißen: Er warnt sowohl vor den Ambitionen der Hamas als auch vor den Tendenzen Israels, sich zu einem "theokratischen, rassistischen Staat" zu entwickeln, sollte kein Politikwechsel stattfinden. Zudem analysiert Leshem die Verfasstheit beider Gemeinschaften und macht immer wieder deutlich, dass es in diesem Konflikt nicht nur um einen Territorialstreit geht. "Unverzichtbar" ist diese Lektüre, so das Resüme des Rezensenten, insbesondere für alle, die sich noch nicht umfassend mit der Geschichte des Nahostkonfliktes befasst haben.
© Perlentaucher Medien GmbH
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