Was tut man nicht alles für ein Solo von 32 Takten. Dies ist die Belohnung, mit der sich der alternde Komponist und Frauenheld Charles Frieth willigen Orchesterdamen erkenntlich zeigt. Eine aber lässt sich nicht bestechen: die polnische Haushälterin. Ian McEwan hat zur Musik von Michael Berkeley sein erstes Opernlibretto verfasst: eine Schlafzimmergroteske, in der menschliche Dissonanzen amüsant dargestellt sind.
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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension
Da in Ian McEwans Romanwerk die klassische Musik und ihre Musiker eine prominente Rolle spielen, erstaunt es Thomas David nicht allzu sehr, dass der britische Autor jetzt das Libretto für eine Oper von Michael Berkeley vorlegt. Es handelt sich um die Geschichte eines selbstgerechten Komponisten, der sich in eine Affäre mit einer jungen Hornistin stürzt, während seine Frau sich zu ihrer Liebe zu einem Chirurgen bekennt, und die Haushälterin Maria aus Liebe zum Maestro ihre fatalen Intrigen spinnt, fasst der Rezensent die Schlafzimmergeschichte zusammen. Das ganze liest sich sehr unterhaltsam, versichert der Rezensent. Und auch wenn das Libretto etwas "fragmentarisch" wirkt und die Geschichte wohl erst in der musikalischen Aufführung richtig erstrahlen dürfte, hat David es gern gelesen und sich so das Warten auf den bereits angekündigten nächsten Roman McEwans versüßt.
© Perlentaucher Medien GmbH
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»Ein so hochliterarischer wie engagierter Zeitdiagnostiker.« Barbara Villiger Heilig / Neue Zürcher Zeitung Neue Zürcher Zeitung