VORWORT Die Aufwertung attraktiver innenstadtnaher Wohnviertel ist unter dem Begriff der "Gentrification" zu einem zentralen Thema der Stadtsoziologie geworden. Zahlrei che bundesdeutsche sowie internationale Fallstudien und theoretische Auseinan dersetzungen markieren das umfassende wissenschaftliche Interesse an diesem Forschungsthema. So vielfaltig die Arbeiten auch sind, es gibt dennoch "weiBe Flecken", die bisher Obersehen, vernachlassigt oder sogar ignoriert wurden. DaB es gerade der Zusam menhang zwischen der veranderten Rolle der Frauen in der Gesellschaft und dem ProzeB der Aufwertung…mehr
VORWORT Die Aufwertung attraktiver innenstadtnaher Wohnviertel ist unter dem Begriff der "Gentrification" zu einem zentralen Thema der Stadtsoziologie geworden. Zahlrei che bundesdeutsche sowie internationale Fallstudien und theoretische Auseinan dersetzungen markieren das umfassende wissenschaftliche Interesse an diesem Forschungsthema. So vielfaltig die Arbeiten auch sind, es gibt dennoch "weiBe Flecken", die bisher Obersehen, vernachlassigt oder sogar ignoriert wurden. DaB es gerade der Zusam menhang zwischen der veranderten Rolle der Frauen in der Gesellschaft und dem ProzeB der Aufwertung innenstadtnaher Wohnviertel ist, der bisher zu diesen "weiBen Flecken" gehorte, wird gerade feministische Forscherinnen nicht verwun dern. Ihre interdisziplinare Arbeit hat sich der Kritik an der "Geschlechts-Blindheit" nahezu aller sozialwissenschaftlichen Theorieansatze gewidmet -mit dem Resultat, daB nur allzu gern sogenannte "Frauenfragen" an die feministische Frauenforschung weitergereicht werden. Wahrend sich die etablierte "scientific community" so urn wertvolle Anregungen bringt, bleibt die feministische Forschung -weitgehend frei willig -isoliert. Es ist wohl typisch, daB ein Buch, welches das Wort "Frau" im Titel fOhrt, auch von einer solchen verfaBt wird. Es handelt sich hier jedoch keineswegs urn die Klarung einer "Frauenfrage" -denn bekanntlich hat das Merkmal "Geschlecht" zwei Auspragungen. Mit diesem Buch wird vielmehr gezeigt, wie ein Forschungsansatz aus der Stadtsoziologie urn Aspekte feministischer Forschungsideen bereichert werden kann. Dieser "geschlechtssensibilisierte" Blick dOrfte sowohl der Diskussion urn Gentrification, als auch der raumbezogenen Frauenforschung Anregungen ge ben. Einleitung 7 1. EINLEITUNG: (KlEIN FEMINISTISCHER ANSATZ IN OER ST AOT -UNO REGIONALSOZIOLOGIE Die These yom unabanderlichen phasenhaften Niedergang der Innenstadte war lan ge Zeit die Grundlage sozial6kologischer Stadtentwicklungsmodelle.Hinweis: Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
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Autorenporträt
Prof. Dr. habil. Monika Alisch, Dipl. Soz. Hochschule Fulda; Fachbereich Sozialwesen, Leitung des Zentrums Gesellschaft und Nachhaltigkeit Centre of Research for Society and Sustainability an der Hochschule Fulda (CeSSt); Projektleitung Amiqus
Inhaltsangabe
1. Einleitung: (K)Ein Feministischer Ansatz in der Stadt- und Regionalsoziologie.- 1.1 Geschlecht als Kategorie der Ungleichheitsforschung.- 1.2 Die Thematisierung der Frau in der Stadt- und Regionalforschung.- 1.3 "Weiße Flecken" in der Gentrificationforschung.- 1.4 Ziel und Aufbau der Arbeit.- 2. Bildung, Ökonomischer Strukturwandel und Frauenerwerbstätigkeit: Chancen und Grenzen.- 2.1 Zur Angleichung der Bildungschancen.- 2.2 Die Integration der Frauen in den Arbeitsmarkt: Voraussetzung für neue Lebensentwürfe.- 2.3 Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes: Kein Zurück zur weiblichen Normalbiographie.- 2.4 Kind und/oder Karriere.- 2.5 Zusammenfassung: Die Polarisierung der Lebenslagen von Frauen.- 3. Neue Rollenansprüche und die Pluralisierung der Haushaltsstrukturen.- 3.1 Ein "neues" Rollenverständnis bei Frauen und Männern?.- 3.2 Die nichteheliche Lebensgemeinschaften.- 3.3 Die alleinwohnende Frau.- 3.4 Zusammenfassung: Das Ende der Kleinfamilie?.- 4. Gentrification: Räumliche Konsequenzen der Veränderten Frauenrolle.- 4.1 Von der Suburbanisierung zur Attraktivität der Innenstädte.- 4.2 Zur Theorie der Gentrification.- 4.3 Die feministische Perspektive auf Gentrification.- 4.4 Family-Gentrification.- 4.5 Zusammenfassung: Die räumliche Polarisierung der Lebenslagen von Frauen.- 5. Zur Integration der Feministischen Perspektive in die Nachfrageorientierte Gentrificationforschung.- 5.1 Die alleinlebenden Frauen.- 5.2 Die Paare ohne Kinder.- 5.3 Familienstrukturen in der inneren Stadt.- 6. Methodische Anmerkungen.- 6.1 Zu den Möglichkeiten und Grenzen der Sekundäranalyse.- 6.2 Datensatz und Auswertung.- 7. Gentrification als Ausdruck Sozial-Räumlicher Ungleichheit Nach dem Geschlecht: Alleinlebende Frauen und Männer.- 7.1 Diesoziale Situation alleinlebender Frauen und Männer.- 7.2 Die Wohnsituation alleinlebender Frauen und Männer.- 7.3 Alleinlebende Frauen als Pioniere und Gentrifier.- 7.4 Die Lebensziele alleinlebender Frauen und Männer.- 7.5 Die Einstellung zur Auf- und Umwertung.- 7.6 Zusammenfassung: Alleinlebende Frauen und Männer als Konkurrenten auf dem innerstädtischen Wohnungsmarkt.- 8. Doppel-Verdiener- und Doppel-Karriere-Haushalte: Paare Ohne Kinder.- 8.1 Gleichberechtigte und traditionelle Partnerschaften.- 8.2 Gleichberechtigung und Lebensziele.- 8.3 Die Typologie der Doppel-Verdiener- und Doppel-Karriere-Haushalte.- 8.4 Die Position auf dem innerstädtischen Wohnungsmarkt.- 8.5 Zusammenfassung: Die Typologie der Paare ohne Kinder.- 9. Innenstadtnahes Wohnen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Family-Gentrification.- 9.1 Vom Gentrifier- zum Familienhaushalt.- 9.2 Familien und "neue" Rollenmuster.- 9.3 Die Lebensziele von Müttern und Vätern.- 9.4 Die Wohnbedingungen der Familien.- 9.5 Die Einstellung zur Auf- und Umwertung.- 9.6 Bleiben oder Gehen: Zuzugsgründe und Fortzugsabsichten.- 9.7 Zusammenfassung: Familienleben in der inneren Stadt.- 10. Zusammenfassung: Die Rolle der Frauen im Prozess der Gentrifizierung.- 10.1 Die Konkurrenten auf dem innerstädtischen Wohnungsmarkt.- 10.2 Veränderte Lebensentwürfe und die Positionen im Aufwertungsprozeß.- 10.3 Frauen und Gentrification - Kein feministischer Ansatz in der Stadt- und Regionalsoziologie.- Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen.
1. Einleitung: (K)Ein Feministischer Ansatz in der Stadt- und Regionalsoziologie.- 1.1 Geschlecht als Kategorie der Ungleichheitsforschung.- 1.2 Die Thematisierung der Frau in der Stadt- und Regionalforschung.- 1.3 "Weiße Flecken" in der Gentrificationforschung.- 1.4 Ziel und Aufbau der Arbeit.- 2. Bildung, Ökonomischer Strukturwandel und Frauenerwerbstätigkeit: Chancen und Grenzen.- 2.1 Zur Angleichung der Bildungschancen.- 2.2 Die Integration der Frauen in den Arbeitsmarkt: Voraussetzung für neue Lebensentwürfe.- 2.3 Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes: Kein Zurück zur weiblichen Normalbiographie.- 2.4 Kind und/oder Karriere.- 2.5 Zusammenfassung: Die Polarisierung der Lebenslagen von Frauen.- 3. Neue Rollenansprüche und die Pluralisierung der Haushaltsstrukturen.- 3.1 Ein "neues" Rollenverständnis bei Frauen und Männern?.- 3.2 Die nichteheliche Lebensgemeinschaften.- 3.3 Die alleinwohnende Frau.- 3.4 Zusammenfassung: Das Ende der Kleinfamilie?.- 4. Gentrification: Räumliche Konsequenzen der Veränderten Frauenrolle.- 4.1 Von der Suburbanisierung zur Attraktivität der Innenstädte.- 4.2 Zur Theorie der Gentrification.- 4.3 Die feministische Perspektive auf Gentrification.- 4.4 Family-Gentrification.- 4.5 Zusammenfassung: Die räumliche Polarisierung der Lebenslagen von Frauen.- 5. Zur Integration der Feministischen Perspektive in die Nachfrageorientierte Gentrificationforschung.- 5.1 Die alleinlebenden Frauen.- 5.2 Die Paare ohne Kinder.- 5.3 Familienstrukturen in der inneren Stadt.- 6. Methodische Anmerkungen.- 6.1 Zu den Möglichkeiten und Grenzen der Sekundäranalyse.- 6.2 Datensatz und Auswertung.- 7. Gentrification als Ausdruck Sozial-Räumlicher Ungleichheit Nach dem Geschlecht: Alleinlebende Frauen und Männer.- 7.1 Diesoziale Situation alleinlebender Frauen und Männer.- 7.2 Die Wohnsituation alleinlebender Frauen und Männer.- 7.3 Alleinlebende Frauen als Pioniere und Gentrifier.- 7.4 Die Lebensziele alleinlebender Frauen und Männer.- 7.5 Die Einstellung zur Auf- und Umwertung.- 7.6 Zusammenfassung: Alleinlebende Frauen und Männer als Konkurrenten auf dem innerstädtischen Wohnungsmarkt.- 8. Doppel-Verdiener- und Doppel-Karriere-Haushalte: Paare Ohne Kinder.- 8.1 Gleichberechtigte und traditionelle Partnerschaften.- 8.2 Gleichberechtigung und Lebensziele.- 8.3 Die Typologie der Doppel-Verdiener- und Doppel-Karriere-Haushalte.- 8.4 Die Position auf dem innerstädtischen Wohnungsmarkt.- 8.5 Zusammenfassung: Die Typologie der Paare ohne Kinder.- 9. Innenstadtnahes Wohnen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Family-Gentrification.- 9.1 Vom Gentrifier- zum Familienhaushalt.- 9.2 Familien und "neue" Rollenmuster.- 9.3 Die Lebensziele von Müttern und Vätern.- 9.4 Die Wohnbedingungen der Familien.- 9.5 Die Einstellung zur Auf- und Umwertung.- 9.6 Bleiben oder Gehen: Zuzugsgründe und Fortzugsabsichten.- 9.7 Zusammenfassung: Familienleben in der inneren Stadt.- 10. Zusammenfassung: Die Rolle der Frauen im Prozess der Gentrifizierung.- 10.1 Die Konkurrenten auf dem innerstädtischen Wohnungsmarkt.- 10.2 Veränderte Lebensentwürfe und die Positionen im Aufwertungsprozeß.- 10.3 Frauen und Gentrification - Kein feministischer Ansatz in der Stadt- und Regionalsoziologie.- Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen.
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