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Anne Frank ist vor allem für ihr Tagebuch bekannt, das sie im Hinterhaus führte. Was viele nicht wissen, ist, dass Anne auch Kurzgeschichten geschrieben hat. Sie nennt sie in ihrem Tagebuch »meine Füller-Kinder«. Die Geschichten reichen von Ereignissen im Hinterhaus über Märchen und Zwergengeschichten bis hin zu Erinnerungen an ihre Schulzeit. Anne beginnt sogar mit der Arbeit an einem Roman, in den sie die Lebensgeschichte ihres Vaters einbezieht. Anne bedauerte, dass sie nicht zeichnen konnte. Mehr als 40 Top-Illustrator:innen aus aller Welt haben sich dieser Auf gabe angenommen. Darüber…mehr

Produktbeschreibung
Anne Frank ist vor allem für ihr Tagebuch bekannt, das sie im Hinterhaus führte. Was viele nicht wissen, ist, dass Anne auch Kurzgeschichten geschrieben hat. Sie nennt sie in ihrem Tagebuch »meine Füller-Kinder«. Die Geschichten reichen von Ereignissen im Hinterhaus über Märchen und Zwergengeschichten bis hin zu Erinnerungen an ihre Schulzeit. Anne beginnt sogar mit der Arbeit an einem Roman, in den sie die Lebensgeschichte ihres Vaters einbezieht. Anne bedauerte, dass sie nicht zeichnen konnte. Mehr als 40 Top-Illustrator:innen aus aller Welt haben sich dieser Auf gabe angenommen. Darüber hinaus gewähren sie uns einen Einblick in ihre Erfahrungswelt und zeigen uns, dass mit Kreativität und Inspiration Rückschläge und Hindernisse überwunden werden können. Wie Anne glauben sie weiterhin an eine bessere und friedliche Welt.
Autorenporträt
Annelies Marie Frank (1929-1945) floh im Alter von vier Jahren mit ihren Eltern und ihrer Schwester Margot aus Nazi-Deutschland in die Niederlande. Nachdem die Nazis im Mai 1940 in die Niederlande einmarschiert waren und auch hier zunehmend antijüdische Maßnahmen ergriffen wurden, beschloss die Familie Frank, sich am 6. Juli 1942 im geheimen Anbau des Geschäftshauses von Otto Frank zu verstecken. Im Versteck entdeckte Anne neben dem Schreiben ihres Tagebuchs auch die Freude am Schreiben von Kurzgeschichten. Anne Frank starb im Februar 1945 im Konzentrationslager Bergen- Belsen an Erschöpfung und Typhus. Sie war 15 Jahre alt. Dank der Bemühungen von Otto Frank wurde das Tagebuch seiner Tochter in der ganzen Welt verbreitet, und Millionen von Menschen haben ihre Geschichte gelesen.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Als geradezu viszerale Erfahrung beschreibt Rezensentin Kathleen Hildebrand ihre Lektüre von Anne Franks Erzählungen. Es sind Geschichten, die während des Aufenthaltes der Familie Frank in jenem Amsterdamer Hinterhaus entstanden und die der Jacoby & Stuart Verlag nun neu aufgelegt hat, mit vielen schönen Bildern verschiedener bekannter Illustratorinnen und Illustratoren. Manche Sätze, so Hildebrand, treffen "zentral" in den "Bauch". Dabei ist es natürlich das Wissen um die Zukunft der Autorin, die diesen Sätzen ihre Wucht verleiht - Sätze, aus denen so oft eine drängende Hoffnung auf bessere Zeiten und die Sehnsucht nach dem Draußen spricht - nach neuen Bekanntschaften, nach Freiheit, nach neuen Erfahrungen, nach Leben. Eine Sehnsucht, die unerfüllt bleibt, wie wir wissen. Doch auch abgesehen von dieser Wucht haben viele der kleinen Geschichten eine besondere Qualität, zeugen von einer großen Beobachtungsgabe, gepaart mit einem Talent für das Erzählen und einer bemerkenswerten Reflektiertheit. Teilweise sind Franks Texte sehr literarisch, hin und wieder etwas pädagogisch, und manchmal überraschend weise. So lassen nicht nur Franks Tagebucheinträge, sondern auch ihre "Füller-Kinder" die Rezensentin vermuten, dass aus dieser jungen Frau wohl später eine große Autorin geworden wäre.

© Perlentaucher Medien GmbH