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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Als auf jeder Seite "spannend und staunenerregend" beschreibt Markus Barth seine Begegnung mit diesem Buch, das eine "doppelt fremd gewordene Welt" zum Thema habe: die Welt des Mittelalters und die der totalen Religiosität. Der katholische Kirchenhistoriker habe sein Fach nie als bloße Historiografie der Institution begriffen, sondern als " Geschichte der religiösen Vorstellungen, Ikonografien und Lebenswelten". Als erster seines Fachs habe Angenendt seine Studenten auch mit der Nouvelle Histoire bekannt gemacht, Bezüge zur Sozial- und Alltagsgeschichte und zur bildenden Kunst des Mittelalters hergestellt. Es mache die Faszination dieses Buches aus, "die Mentalität dieser vollkommen religiös bestimmten europäischen Gesellschaft bis in die kleinste Verästelung" kennenlernen zu können. Barth bedauert allerdings, dass dies Buch sich hauptsächlich an Theologen richtet: historische Begriffe seien "lang und breit" erklärt, theologische und liturgische Termini dagegen würden als bekannt vorausgesetzt. Auch sei Angenendts Schreibstil manchmal trockener, als es der Hörer seiner Vorträge vermuten würde. Trotzdem, Barths Begeisterung für dies Buch wird davon nicht wesentlich erschüttert.