Klischees über geschlechtstypisches Gesprächsverhalten sind nicht neu und halten sich hartnäckig: Frauen fällt das Schweigen schwer; Männer unterbrechen Frauen. Beiden Einschätzungen ist in dieser Form sicher nicht zu zustimmen. Sprache stellt jedoch einen wichtigen Faktor dar, mit dessen Hilfe die Unterscheidung zwischen den Geschlechtern hergestellt oder betont wird. Dies zeigt sich in vielen Kontexten, so auch in der Hochschule. Interagieren Studentinnen auf eine andere Art mit ihren Dozenten als Studenten? Können Studenten ihre Vorstellungen gegenüber dem Lehrenden eher als ihre Kommilitoninnen durchsetzen? Mit der Methode der qualitativen Gesprächsanalyse untersucht die Autorin Carolin Rotter Transkripte von hochschulischen Sprechstundengesprächen. Ausgehend von den Ergebnissen der Sekundärliteratur zu geschlechtstypischem Gesprächsverhalten werden die Transkripte auf der Ebene der Gesprächsphasen, auf der des Dialogrhythmus und auf der des turn-internen individuellen Kommunikationsstils analysiert und geschlechtstypische Kommunikationsweisen dargestellt. Das Buch richtet sich vor allem an Studierende und Lehrende.
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