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Gewalt, Macht, individueller Widerstand
Staatsverständnisse im Existentialismus
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Der Existentialismus findet wenig Beachtung in der politischen Philosophie, der er als unpolitisch, romantisch, pubert r, obsz n gilt. Zurecht beschuldigt man ihn des Individualismus. Denn der Existentialismus geht von einem Primat des Individuums gegen ber dem Staat aus, was sich keinem Vertrag, sondern origin r der individuellen Widerst ndigkeit verdankt. Daraus entsteht politische Macht, w hrend undemokratische Staaten darauf zumeist mit Gewalt reagieren. So entwickelt sich ein hochaktuelles Staatsverst ndnis, wie es sich als partizipatorische Demokratie im sp ten 20. Jahrhundert verbreitet...
Der Existentialismus findet wenig Beachtung in der politischen Philosophie, der er als unpolitisch, romantisch, pubert r, obsz n gilt. Zurecht beschuldigt man ihn des Individualismus. Denn der Existentialismus geht von einem Primat des Individuums gegen ber dem Staat aus, was sich keinem Vertrag, sondern origin r der individuellen Widerst ndigkeit verdankt. Daraus entsteht politische Macht, w hrend undemokratische Staaten darauf zumeist mit Gewalt reagieren. So entwickelt sich ein hochaktuelles Staatsverst ndnis, wie es sich als partizipatorische Demokratie im sp ten 20. Jahrhundert verbreitet. Dieses Staatsverst ndnis vertreten vor allem die franz sischen emanzipatorischen Existentialisten, es findet sich aber auch bei Randg ngern wie Arendt und Bataille und kann sich auf Wegbereiter wie Kierkegaard und Stirner sowie Nietzsche berufen. Ein metaphysisch religi ser Existentialismus von Marcel, Jaspers, Cioran oder am Rande Heidegger und als Vorl ufer Bergson insistiert auf einem traditionellen Staatsverst ndnis, das lebens- oder seinsphilosophisch renoviert wird. Der Band f hrt vor, dass die Nachwirkungen des verfemten Existentialismus politischer sind, als dessen sp rliche, teilweise fragw rdige Rezeption heute glauben machen m chte.