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Über seinen Hörsinn ist das Kind im Mutterleib zuerst mit der Außenwelt verbunden. Ein zu früh geborenes Kind wird einer Umwelt ausgesetzt, die dank der fortgeschrittenen medizinischen Technik zwar sein Überleben sichert, aber trotzdem sein Wohlergehen beeinträchtigt, seine Entwicklung erschweren und ihm sogar den Lebensmut nehmen kann: Die unberechenbare und laute Geräuschkulisse einer neonatalogischen Intensivstation mit oft grellem Licht erlebt der Säugling äußerst belastend. Der wohl überlegte, gezielte Einsatz von Musiktherapie gewährt Reizabschirmung, vermittelt das Gefühl von Struktur…mehr

Produktbeschreibung
Über seinen Hörsinn ist das Kind im Mutterleib zuerst mit der Außenwelt verbunden. Ein zu früh geborenes Kind wird einer Umwelt ausgesetzt, die dank der fortgeschrittenen medizinischen Technik zwar sein Überleben sichert, aber trotzdem sein Wohlergehen beeinträchtigt, seine Entwicklung erschweren und ihm sogar den Lebensmut nehmen kann: Die unberechenbare und laute Geräuschkulisse einer neonatalogischen Intensivstation mit oft grellem Licht erlebt der Säugling äußerst belastend. Der wohl überlegte, gezielte Einsatz von Musiktherapie gewährt Reizabschirmung, vermittelt das Gefühl von Struktur und Geborgenheit und unterstützt die Entwicklung von Beziehung und Kommunikation.
Das Buch bündelt wissenschaftliche Grundlagen, Forschungsergebnisse, klinische Praxis sowie institutionelle und persönliche Erfahrungen. Es vermittelt umfangreiche praktische Anregungen, um Musiktherapie in einer neonatalogischen Station zu verankern.
Rezensionen
"Dank der internationalen Kontakte der Herausgeberin ist die Musiktherapie mit frühgeborenen Kindern international sichtbar geworden in diesem Band mit Beiträgen von Musiklherapiepraktikern und Forschern aus USA, Italien, Frankreich, Großbritannien, Israel, Australien und Deutschland. Man darf also zu Recht erwarten, dass diese Veröffentlichung (die erste Auf1age ist vergriffen) nun den aktuellsten Stand eines Gebietes wieder gibt (...). Die insgesamt 13 Beiträge, ein ausführliches Literaturverzeichnis sowie ein gut strukturiertes Sachwortregister belegen den Erfolg der musiktherapeutischen Praxis bei Frühchen und zeigen die Chancen für eine Beziehungsentwicklung"

Redaktion: Volker Bernius

In: Musikthrapeutische Umschau 2013/3, S. 307-308.

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"Die Publikation ist reich an Anregungen, die teils durch empirische Studien, teils durch eindrückliche Praxisschilderungen vermittelt werden. Dabei wird deutlich, welche Herausforderung darin besteht, frühgeborenen Kindern zu einem erfolgreichen Start ins Leben zu verhelfen und welchen wichtigen Beitrag Musiktherapie dazu leisten kann. Als zentrales Konzept zieht sich durch das Buch wie ein roter Faden die Bindungstheorie in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und eine zentrale These ist, dass durch musikalische Interaktion (in ganz unterschiedlicher Form) die Bindungsfähigkeit von Kindern und Eltern positiv beeinflusst werden kann.
Doch täuscht dieser positive Eindruck nicht darüber hinweg, dass sich die Autorinnen und Autoren in einem Bereich bewegen, in dem sich Schlussfolgerungen häufig auf Annahmen und Spekulationen stützen müssen, weil letztlich der Erkenntnis Grenzen aufgezeigt werden. (...)
Die konkret messenden Forschungsmethoden der Medizin versagen letztlich im konkreten Fall, aufwändige und wohlüberlegte Beobachtungsmethoden versuchen diese Lücke zu füllen, sind aber ohne Grundannahmen - also vorherige Festlegungen - nicht durchzuführen.Der anthropologische Blick auf musikalische Betätigung als menschliches Grundbedürfnis, gar das Anrecht auf kulturelle Teilhabe als Menschenrecht steht nicht im Fokus - obwohl doch alle Beteiligten in diesem Sammelband betonen, dass frühgeborenen Kindern genau solche Lebensbedingungen ermöglicht werden müssen. (...)
Trotz der genannten Einschränkungen überwiegt aber die Zahl der guten Anregungen, der klaren Bilder und der teilweise sehr sorgfältig ausgearbeiteten Argumentationen und macht diese Publikation sowohl für ein Fachpublikum als auch für interessierte Laien lesenswert.

Prof. Dr. Thomas Grosse

In: socialnet.de Rezensionen
http://www.socialnet.de/rezensionen/13175.php,
(03. Juli 2012)
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