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Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Soziologie - Wissen und Information, Note: 1,7, Technische Universität Dresden (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Seminar: Wissenssoziologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Soll es um Wissenssoziologie gehen, so drängt sich zuallererst das soziologische Standardwerk von Berger und Luckmann über die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit auf, das wohl wie keine zweite Arbeit zu erklären versuchte, wie Alltagswissen gesellschaftlich produziert und reproduziert wird (vgl. Berger und Luckmann 1980). Jedoch soll das kein Ende der…mehr

Produktbeschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Soziologie - Wissen und Information, Note: 1,7, Technische Universität Dresden (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Seminar: Wissenssoziologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Soll es um Wissenssoziologie gehen, so drängt sich zuallererst das soziologische Standardwerk von Berger und Luckmann über die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit auf, das wohl wie keine zweite Arbeit zu erklären versuchte, wie Alltagswissen gesellschaftlich produziert und reproduziert wird (vgl. Berger und Luckmann 1980). Jedoch soll das kein Ende der Theorieentwicklung bedeuten und den Blick auf ältere oder neuere theoretische Ansätze versperren. Daher sei in dieser Arbeit der Fokus auf einen Theorieentwurf gerichtet, der lange vor Berger und Luckmanns Werk entstand, sowie auf einen der erst später das Licht der Welt erblickte. Beide Ansätze haben allerdings gemeinsam, sich nicht als explizit wissenssoziologische Theorien zu verstehen: Bei Marx und Engels heißt unser Gegenstand Ideologie oder Bewusstsein, bei Pierre Bourdieu ist Wissen einerseits in den Begriff des kulturellen Kapitals, andererseits in den des Habitus eingeflochten. Es liegt auf der Hand, dass Wissen nicht gleich Wissen ist: Es kann sich um wissenschaftlich hergestelltes Wissen handeln, das methodisch kontrolliert hergestellt und evaluiert wird, oder um Alltagswissen, das sich dadurch legitimiert, dass es Handlungsfähigkeit erzeugt oder bewahrt. Es kann die Rede sein von explizitem Wissen, das den wissenden Subjekten auch als solches entgegensteht, aber auch implizitem Wissen, das alltäglich angewendet und produziert wird, ohne als solches überhaupt Gegenstand der Reflexion zu werden. Im Rahmen dieser Arbeit soll nun herausgearbeitet werden, welche Wissensformen durch Ideologie und Habitus beschrieben werden, wie sie erklärt werden und worin der theoretische Mehrwert dieser Begriffe liegen kann. Der Bourdieu'sche Kapitalbegriff - und damit auch der des kulturellen Kapitals - wird an dieser Stelle nicht diskutiert, da er unter anderem auf den Habitus rekurriert und im Hinblick auf die Frage nach der Herstellung und Reproduktion von Wissen den Habitusbegriff nicht an Erklärungskraft übertrifft.