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Die Beiträge des Bandes reflektieren das Theater in Italien von Dario Fo über Pirandello, Marinetti, D’Annunzio („La città morta“) und Manzoni („Adelchi“) zurück bis zu C. Goldoni („La Locandiera“, „Don Giovanni Tenorio“). Sie verbindet die Frage nach dem Eigentümlichen dieser europäischen Sonderform, die bereits in der Frühmoderne mit Tragödie und Komödie, aber auch mit der „commedia dell’arte“ die Grundlagen des neueren Dramas erstellte. Dabei findet sich neben dem seit der Romantik lange als Vorwurf gemeinten Argument, das italienische Theater sei unfähig zur echten Tragödie, das provokante…mehr

Produktbeschreibung
Die Beiträge des Bandes reflektieren das Theater in Italien von Dario Fo über Pirandello, Marinetti, D’Annunzio („La città morta“) und Manzoni („Adelchi“) zurück bis zu C. Goldoni („La Locandiera“, „Don Giovanni Tenorio“). Sie verbindet die Frage nach dem Eigentümlichen dieser europäischen Sonderform, die bereits in der Frühmoderne mit Tragödie und Komödie, aber auch mit der „commedia dell’arte“ die Grundlagen des neueren Dramas erstellte. Dabei findet sich neben dem seit der Romantik lange als Vorwurf gemeinten Argument, das italienische Theater sei unfähig zur echten Tragödie, das provokante futuristische Konzept vom Schauspiel, das seine Wirkung entfalten will aus der „immaginazione senza fili“, der Befreiung der Phantasie von allen Fesseln der Vernunft und der Routine. In beiden Fällen geht es um das Element der Überraschung, das sich bereits in der „commedia dell’arte“ wie in der hohen Tragödie in jeweils eigener Akzentuierung zeigte. Immer erscheint es verbunden mit dem Prinzip der Montage, wodurch Intensität und Tempo, Betroffenheit und Erregung, Staunen und Gelächter erzeugt werden. Und so findet auch Marinettis „teatro della sorpresa“ seine Nachfolge in Pirandellos Meisterwerk „Sei personnaggi“ und, in wiederum ganz anderer Form, in Fos „conferenza-spettacolo“ über den Renaissance-Maler Mantegna.