»Wie lange es noch diesem Wahnsinn standhält, das an und für sich ja wohl standhafte Haus?«
Jan Snela erzählt in seinem Roman von dem großen Durcheinander, in dem wir stecken: wir Menschen, wir Tiere, wir Pflanzen. Davon, wie wir einander begegnen können. Und von der Liebe in ihren mannigfaltigen Spielarten: zwischen einem Mann und einer Frau, zwischen Robotern, Menschen und anderen Lebewesen, zwischen östlicher und westlicher Tradition.
»Jan Snelas eigentliches Thema ist die Sprache, die er wählt - oder die ihn wählt - für diese Geschichte aus der fantastischen Welt eines einsam in seinem Zimmer zurückgelassenen Dichters epischer Kurznachrichten. Kaum ein anderer Autor seiner Generation schafft es, Poesie und Komik so miteinander zu verquicken, dass sie auch noch identisch sind.« Katja Lange-Müller
Dass es Amanda an die japanische Frauenuniversität nach Nara zieht, um eine außergewöhnliche Schneckenart zu untersuchen, ist ihrem Freund Hannes suspekt. DieElysia Marginata kann sich von ihrem Körper trennen, und auch Hannes fühlt sich, alleingelassen mit Amandas Mäusen Isidor und Isadora, wie ein abgeworfenes Schneckenglied. Flieht Amanda vielleicht gar vor ihrer gemeinsamen Zukunft? Lieber nicht zu viel darüber nachdenken. Stattdessen: Überlange Textnachrichten an Amanda, die Mäuse ignorieren, das Haus nicht verlassen. Die verfahrene Situation ändert sich erst, als Hajo in Hannes' Leben tritt, dessen Zuneigung aber eigentlich dem Mäusepaar gilt ... Mit einem glänzenden Sinn für Humor entlockt Jan Snela der Sprache - mal in fluffiger Haibun-Prosa, mal in betörenden Haiku-Miniaturen - die ihr innewohnende Fantasie und erkundet, welche bemerkenswerten Antworten auf die großen Fragen unserer Gegenwart sich hinter dem Geheimnis von Augenblick und Vergänglichkeit verbergen.
»Hier will einer partout nicht akzeptieren, dass der Alltag grau ist.« Jan Wiele, FAZ zu »Milchgesicht«
»Eine kleine Revolte gegen die Festgefahrenheitdes Lebens« Leo Schwarz, Die Zeit zu »Milchgesicht«
Jan Snela erzählt in seinem Roman von dem großen Durcheinander, in dem wir stecken: wir Menschen, wir Tiere, wir Pflanzen. Davon, wie wir einander begegnen können. Und von der Liebe in ihren mannigfaltigen Spielarten: zwischen einem Mann und einer Frau, zwischen Robotern, Menschen und anderen Lebewesen, zwischen östlicher und westlicher Tradition.
»Jan Snelas eigentliches Thema ist die Sprache, die er wählt - oder die ihn wählt - für diese Geschichte aus der fantastischen Welt eines einsam in seinem Zimmer zurückgelassenen Dichters epischer Kurznachrichten. Kaum ein anderer Autor seiner Generation schafft es, Poesie und Komik so miteinander zu verquicken, dass sie auch noch identisch sind.« Katja Lange-Müller
Dass es Amanda an die japanische Frauenuniversität nach Nara zieht, um eine außergewöhnliche Schneckenart zu untersuchen, ist ihrem Freund Hannes suspekt. DieElysia Marginata kann sich von ihrem Körper trennen, und auch Hannes fühlt sich, alleingelassen mit Amandas Mäusen Isidor und Isadora, wie ein abgeworfenes Schneckenglied. Flieht Amanda vielleicht gar vor ihrer gemeinsamen Zukunft? Lieber nicht zu viel darüber nachdenken. Stattdessen: Überlange Textnachrichten an Amanda, die Mäuse ignorieren, das Haus nicht verlassen. Die verfahrene Situation ändert sich erst, als Hajo in Hannes' Leben tritt, dessen Zuneigung aber eigentlich dem Mäusepaar gilt ... Mit einem glänzenden Sinn für Humor entlockt Jan Snela der Sprache - mal in fluffiger Haibun-Prosa, mal in betörenden Haiku-Miniaturen - die ihr innewohnende Fantasie und erkundet, welche bemerkenswerten Antworten auf die großen Fragen unserer Gegenwart sich hinter dem Geheimnis von Augenblick und Vergänglichkeit verbergen.
»Hier will einer partout nicht akzeptieren, dass der Alltag grau ist.« Jan Wiele, FAZ zu »Milchgesicht«
»Eine kleine Revolte gegen die Festgefahrenheitdes Lebens« Leo Schwarz, Die Zeit zu »Milchgesicht«
Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension
Ganz hingerissen ist Rezensentin Meike Feßmann von Jan Snelas neuem Roman, in dem Schnecken eine große Rolle spielen. Und zwar unter anderem als "zart-fluides Sinnbild" für die große Liebe des Protagonisten Johannes Ginglhuber für seine Freundin Amanda, die nach Japan zieht, um an der Universität von Nara die Gattung der "Schlundsackschnecken" zu erforschen, erzählt die Kritikerin. Johannes ist eher der weichere Typ Mann, Amanda zunehmend genervt von seinen Aufmerksamkeiten, die er ihr unter anderem in Form kurzer Essays über Japan zukommen lässt, sie empfindet die Beziehung als einengend und "groovt lieber durch den Monsun". Feßmann gefällt die "hervorglucksende Heiterkeit" und die Leichtigkeit des Romans, ohne Probleme springt Snela szenisch zwischen Deutschland und Japan hin und her. Auch gelingt es dem Autor, auf "charmante" Weise Referenzen auf die japanische Literatur einzubauen, in dem er Zitate eines gewissen Udo Makura einfließen lässt, hinter dem sich der japanische Haiku-Dichter Kobayashi Issa verbirgt. Beglückt "surft" die Kritikerin durch die witzigen und liebevoll gestalteten Szenen, die zudem noch ein angenehm anderes Männlichkeitsbild hochhalten als das, was zurzeit im Trend liegt. Feßmann wird hier rundum glücklich.
© Perlentaucher Medien GmbH
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»Was ist das? Ein Roman, ein Spokenwordepos auf vierhundert Seiten oder etwas ganz anderes? Auf jeden Fall ist das Langstreckendebüt des Stuttgarter Autors Jan Snela mit dem eher nach kurzen Distanzen klingenden Titel 'Ja, Schnecke, ja' die überraschendste, mutigste und, wenn man sich erst einmal auf den Ton eingelassen hat, kurzweiligste Literaturbeglückung dieses Jahres.« Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 13. Februar 2025 Stefan Kister Stuttgarter Zeitung 20250213