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Die neoschamanischen Aktivitäten werden als Instrument zur Verbesserung des Wohlbefindens, der Selbsterkenntnis und der Transformation verstanden und bieten eine "Arbeit der Verbindung", bei der der Körper, die Emotion und die Affektivität eine herausragende Rolle spielen. Die neoschamanischen Praktiken, die in die individualistischen Werte, sozialen und wirtschaftlichen Strukturen unserer Gesellschaft integriert und an diese angepasst sind, bieten einen paradoxen Diskurs der umgekehrten Apologie der Moderne und der städtischen Lebensweise: Es entsteht eine sakrale Darstellung der Natur, die…mehr

Produktbeschreibung
Die neoschamanischen Aktivitäten werden als Instrument zur Verbesserung des Wohlbefindens, der Selbsterkenntnis und der Transformation verstanden und bieten eine "Arbeit der Verbindung", bei der der Körper, die Emotion und die Affektivität eine herausragende Rolle spielen. Die neoschamanischen Praktiken, die in die individualistischen Werte, sozialen und wirtschaftlichen Strukturen unserer Gesellschaft integriert und an diese angepasst sind, bieten einen paradoxen Diskurs der umgekehrten Apologie der Moderne und der städtischen Lebensweise: Es entsteht eine sakrale Darstellung der Natur, die mit einer heilenden Kraft verbunden ist, im Gegensatz zur technisch-wissenschaftlichen Ausbeutung der heutigen Welt, die als hemmend für das Potenzial des Menschen wahrgenommen wird. Das Individuum wird dann in seiner Einheit und seiner göttlichen Natur betrachtet. Die neoschamanischen Praktiken schlagen vor, dass der Einzelne wieder zum Akteur seiner Gesundheit wird und seine Autonomie gegenüber dem biomedizinischen System wiedererlangt, indem ein Gesundheitsmodell gefördert wird, das hauptsächlich auf die Stimulierung der Selbstheilungskräfte ausgerichtet ist.
Autorenporträt
Master in scienze sociali presso l'Università di Losanna (UNIL). Ex assistente di antropologia sanitaria all'Università di Losanna (UNIL). Attualmente è ricercatore presso il Servizio di Psichiatria di Comunità (PCO) del CHUV.