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Die "Spiegelung des Menschenbildes in der Darstellung seiner Kreatürlichkeit, das heißt, seines Schicksals, das er zu bestehen und an dem er sich zu messen hat", ist nach seinen eigenen Worten Carl Zuckmayers Aufgabe und Ziel. Wie wichtig es ist, in schwierigen Lebenssituationen nicht allein für sich zu bestehen, sondern gegenseitige Hilfe zu leisten, hat er mit deutlichem sozialkritischen Akzent auf unterschiedliche Weise in diesen drei Stücken gezeigt: in 'Schinderhannes' durch das Zusammenstehen der Gefährten im Kampf gegen die Ungerechtigkeit, in 'Katharina Knie' durch das Eintreten des…mehr

Produktbeschreibung
Die "Spiegelung des Menschenbildes in der Darstellung seiner Kreatürlichkeit, das heißt, seines Schicksals, das er zu bestehen und an dem er sich zu messen hat", ist nach seinen eigenen Worten Carl Zuckmayers Aufgabe und Ziel. Wie wichtig es ist, in schwierigen Lebenssituationen nicht allein für sich zu bestehen, sondern gegenseitige Hilfe zu leisten, hat er mit deutlichem sozialkritischen Akzent auf unterschiedliche Weise in diesen drei Stücken gezeigt: in 'Schinderhannes' durch das Zusammenstehen der Gefährten im Kampf gegen die Ungerechtigkeit, in 'Katharina Knie' durch das Eintreten des einen für den ändern in der Gemeinschaft, vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Not, in 'Rivalen' durch Kameradschaft, wenn es gilt, an der Front seinen Mann zu stehen. Carl Zuckmayer läßt, obwohl in den zwanziger Jahren in Berlin zu Hause, die Gestalten in 'Schinderhannes' und in 'Katharina Knie' in seiner alten rheinischen Heimat und im Dialekt agieren; Ausdrücke des Ersten Weltkriegs nutzt er freilich anachronistisch auch für das im frühen 19. Jahrhundert spielende Schauspiel um Johann Bückler.
Autorenporträt
Carl Zuckmayer, geb. 1896 in Nackenheim am Rhein, meldete sich nach dem Abitur in Mainz als Kriegsfreiwilliger. 1918 begann er ein kurzes Studium der Geistes- und Naturwissenschaften in Frankfurt a.M. und Heidelberg. 1920 ging er nach Berlin. Erste Stücke blieben ohne Erfolg, erst 'Der fröhliche Weinberg' brachte ihm 1925 den Durchbruch und den Kleist-Preis. 1933 verhängten die Nationalsozialisten ein Aufführungsverbot über ihn. Er zog in sein Haus nach Salzburg. 1938 floh er in die Schweiz, ein Jahr später emigrierte er in die USA, wo er als Farmer lebte. Von 1947 bis 1957 hielt er sich abwechselnd in der Schweiz und in den USA auf. 1958 kehrte er endgültig in die Schweiz zurück. Am 18. Januar 1977 ist er als einer der über Jahrzehnte erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren in Visp (Wallis) gestorben.