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Die Erzeugung künstlicher Menschen scheint eine der ältesten Wunschvorstellungen zu sein. Zumeist schöpfungsnachahmend werden Männer und Frauen geformt und durch unterschiedlichste Mechanismen zum Leben erweckt. Die Motivation mag aus diversen Zielen entspringen, gemein ist jedoch der Triumph des männlichen Intellekts über die Natur per se und die Frau im speziellen. Das Kino wird durch seine Verwandtschaft mit dem künstlichen Menschen zum idealen Austragungsort. Die Erschaffenen wie auch Leinwanddarsteller unterliegen der Belebung durch Elektrizität und (Projektions-) Licht. Mit dem Ende des…mehr

Produktbeschreibung
Die Erzeugung künstlicher Menschen scheint eine der
ältesten Wunschvorstellungen zu sein. Zumeist
schöpfungsnachahmend werden Männer und Frauen
geformt und durch unterschiedlichste Mechanismen zum
Leben erweckt. Die Motivation mag aus diversen
Zielen entspringen, gemein ist jedoch der Triumph
des männlichen Intellekts über die Natur per se und
die Frau im speziellen. Das Kino wird durch seine
Verwandtschaft mit dem künstlichen Menschen zum
idealen Austragungsort. Die Erschaffenen wie auch
Leinwanddarsteller unterliegen der Belebung durch
Elektrizität und (Projektions-) Licht. Mit dem Ende
des Filmstreifens verschwindet die "lebende Mumie
Film" (Bazin) aus der Welt der Betrachter, bis sie
bei der nächsten Aufführung reanimiert wird. Im Buch
wird untersucht, an welchen visuellen Zeichen der
Film Unterscheidungen zwischen Mensch und Artefakt
zuläßt. Während die Frankenstein-Filme eben gerade
durch die Andersartigkeit des Monsters ihre Wirkung
beziehen, erschrecken die Filme, die mit zukünftigen
Endzeitphantasien arbeiten durch die Bedrohung der
Indifferenz zwischen Lebewesen und Maschine und der
sich daraus ergebenden Schwierigkeit, den Augen zu
trauen.
Autorenporträt
M.A.: Studium der Medienwissenschaft mit
Schwerpunkt Filmwissenschaft; Psychologie und Germanistischen
Literaturwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.