Die Deutschen lieben das Bankgeheimnis und das Tessin, die Schweizer aber nehmen sie nicht so ganz ernst. Umgekehrt werden die Deutschschweizer in ihrem Hass auf den 'Großen Kanton' gerne deutlich. "Weltmeister wurde zum Glück Brasilien", titelte die Weltwoche mit Häme über den Nachbarn, deren Bundesliga, TV-Krimis und Show-Politik täglich das kleine Land überfluten.
Früher war alles anders und natürlich besser: Noch 1848 nahm die Schweiz viele deutsche Emigranten auf, einem Großdeutschland sieht sie sich erst seit 1871 ausgesetzt. Der Erste Weltkrieg brachte für die Eidgenossenschaft nationale Spannungen, der Zweite schweißte sie zusammen - doch ganz so heldenhaft war ihre antifaschistische Vergangenheit nicht. Der Réduit-Mythos bröckelt, die Germanophobie bleibt. Minderwertigkeitskomplexe der Schweizer und Arroganz der Deutschen werden immer wieder benannt - aber eine kluge Analyse des Phänomens blieb bislang aus. Eine solche versucht dieses Buch zu leisten: Woran liegt es wirklich, dass das Verhältnis der beiden Nationen, die sich geographisch, wirtschaftlich, kulturell und politisch näher nicht sein könnten, von derart komplizierten Gefühlen der Antipathie und Zuneigung gezeichnet ist? Die Hassliebe' hat jedenfalls komplexere Ursachen als bloßes Unverständnis zwischen Nachbarn, die nur verschiedene Dialekte sprechen. Erika Achermann
Jürg Altwegg
Peter Bichsel
Heinz Brestel
Roger de Weck
Michael Gamper
Klaus Harpprecht
Hanna Johansen
Gunhild Kübler
Markus Kutter
Hugo Loetscher
Adolf Muschg
Ludwig Rohner
Hansmartin Schmid
Dietrich Schwanitz
Christoph Vitali
Jean Ziegler
Illustrationen von NICO
"Ein Glück, dass wir nicht sind wie sie"
Die Deutschen lieben das Bankgeheimnis und das Tessin, die Schweizer aber nehmen sie nicht so ganz ernst. Umgekehrt werden die Deutschschweizer in ihrem Hass auf den großen Kanton' gerne deutlich. In Kuhschweizer und Sauschwaben beleuchten die Autoren die Beziehungen der beiden Länder in den Bereichen Literatur, Sprache, Theater, Kunst, Sport, Politik und Geschichte und verbinden die provokanten Ergebnisse mit ihren ganz persönlichen Erfahrungen.
Früher war alles anders und natürlich besser: Noch 1848 nahm die Schweiz viele deutsche Emigranten auf, einem Großdeutschland sieht sie sich erst seit 1871 ausgesetzt. Der Erste Weltkrieg brachte für die Eidgenossenschaft nationale Spannungen, der Zweite schweißte sie zusammen - doch ganz so heldenhaft war ihre antifaschistische Vergangenheit nicht. Der Réduit-Mythos bröckelt, die Germanophobie bleibt. Minderwertigkeitskomplexe der Schweizer und Arroganz der Deutschen werden immer wieder benannt - aber eine kluge Analyse des Phänomens blieb bislang aus. Eine solche versucht dieses Buch zu leisten: Woran liegt es wirklich, dass das Verhältnis der beiden Nationen, die sich geographisch, wirtschaftlich, kulturell und politisch näher nicht sein könnten, von derart komplizierten Gefühlen der Antipathie und Zuneigung gezeichnet ist? Die Hassliebe' hat jedenfalls komplexere Ursachen als bloßes Unverständnis zwischen Nachbarn, die nur verschiedene Dialekte sprechen. Erika Achermann
Jürg Altwegg
Peter Bichsel
Heinz Brestel
Roger de Weck
Michael Gamper
Klaus Harpprecht
Hanna Johansen
Gunhild Kübler
Markus Kutter
Hugo Loetscher
Adolf Muschg
Ludwig Rohner
Hansmartin Schmid
Dietrich Schwanitz
Christoph Vitali
Jean Ziegler
Illustrationen von NICO
"Ein Glück, dass wir nicht sind wie sie"
Die Deutschen lieben das Bankgeheimnis und das Tessin, die Schweizer aber nehmen sie nicht so ganz ernst. Umgekehrt werden die Deutschschweizer in ihrem Hass auf den großen Kanton' gerne deutlich. In Kuhschweizer und Sauschwaben beleuchten die Autoren die Beziehungen der beiden Länder in den Bereichen Literatur, Sprache, Theater, Kunst, Sport, Politik und Geschichte und verbinden die provokanten Ergebnisse mit ihren ganz persönlichen Erfahrungen.
F.A.Z.
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"Ein äusserst kurzweiliges und anregendes Lesebuch: Hier haben gescheite Köpfe alles über die Hassliebe zwischen Kuhschweizern und Sauschwaben zusammengetragen." Sonntagszeitung
Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension
Unzufrieden hat die Lektüre dieser Anthologie Rezensent Hanno Helbling zurückgelassen. Denn er sieht sich schon bei vielen Fragestellungen der Texte stark mit Klischees konfrontiert. Nicht selten fällt dann zu seinem Missfallen auch die Antwort auf das Klischee "ein wenig klischeemäßig aus". Besser gefallen ihm offensichtlich Beiträge "in der Tradition der ruhigen Betrachtung, bald eher historisch, bald mehr autobiografisch". In diesem Zusammenhang werden Markus Kutter, Ludwig Rohner, Klaus Harpprecht lobend erwähnt. In vielen Texten allerdings stößt dem Rezensenten ein unreflektiertes Verhältnis zum Fremden unangenehm auf.
© Perlentaucher Medien GmbH
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