Von jeglicher ärztlichen Versorgung abgeschnitten, entwickelten die Mönche, die als Eremiten in den Bergen Tibets lebten, aus ihrem uralten medizinischen Wissen heraus spezifische Körperübungen Lu Jong, mit deren Hilfe sie Leib und Seele gesund hielten bzw. Krankheiten heilten. Diese enge Verbindung von Bewegungssystem und tibetischer Medizin macht der tibetische Arzt Tulku Lama Lobsang deutlich, indem er in die grundlegenden Konzepte dieser Heilkunst einführt, die Wirkung der Übungen auf die einzelnen Meridiane, Reflexzonen, Organe und Körperteile erläutert und näher auf die Ursachen einzelner Krankheiten eingeht. Die 28 Übungen konzentrieren sich jeweils auf bestimmte Körperteile. Es gibt Bewegungen gegen Kopfschmerzen, Arthritis, Rückenschmerzen etc. sowie solche zur Stärkung der Vital-Organe (Herz, Lungen, Nieren, Milz, Leber). Eine weitere Gruppe von acht Übungen kann bei Verdauungsstörungen, Tumoren, Erkältung, Depressionen und Schlafstörungen helfen.