Der Teppichknüpfer Mendelmann ist konsterniert, als er feststellen muss, dass der Laden, in dem er seine kunstvollen Arbeiten zu verkaufen pflegte, quasi über Nacht nur noch industriell gefertigte Massenware führt. Im verzweifelten Ringen um einen Abnehmer für seine Teppiche sieht Mendelmann an diesem Markttag nicht nur die Existenz seiner Familie in Gefahr, sondern mehr und mehr auch die eigene Identität
In klaren Bildern zeichnet James Sturm ein unsentimentales Porträt jüdischen Lebens im Osteuropa des frühen 20. Jahrhunderts. Zudem gelingt ihm eine zeitlose Erzählung darüber, wie gesellschaftliche und ökonomische Zwänge sich im Schicksal jedes Einzelnen niederschlagen.
Hinweis: Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
In klaren Bildern zeichnet James Sturm ein unsentimentales Porträt jüdischen Lebens im Osteuropa des frühen 20. Jahrhunderts. Zudem gelingt ihm eine zeitlose Erzählung darüber, wie gesellschaftliche und ökonomische Zwänge sich im Schicksal jedes Einzelnen niederschlagen.
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension
Als überaus "kunstvolle" Reflexion der Arbeitsbedingungen von Künstlern liest Rezensent Christoph Haas diese Graphic Novel von James Sturm. Im Mittelpunkt der irgendwo in Osteuropa um 1900 angesiedelten Geschichte sieht er den Teppichknüpfer Mendelmann, der seine aufwendig hergestellten Teppiche auf dem Markt nicht mehr los wird, weil die Händler auf billig produzierte Massenware setzen, und der darüber zunehmend in Verzweiflung gerät. Wie Sturm die Handlung im Wechsel zwischen regem Marktleben und einsamen Winterlandschaften entfaltet, scheint Haas höchst gekonnt. Besonders beeindruckt haben ihn die Szenen, in denen sich Mendelmann zu neuen Knüpfmustern inspirieren lässt, findet Sturm hier doch Bilder, die das "Wunder künstlerischer Imaginationskraft" vor Augen führen.
© Perlentaucher Medien GmbH
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