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Noch nie hatten Kinder so viele Sachen zum Spielen, noch nie gab es so viele Einrichtungen, die sich um ihre Aktivitäten kümmern wie heute. Noch nie waren Kinder allerdings so arm an Möglichkeiten, sich ihrer Umwelt über ihre Sinne, ihren Körper zu bemächtigen. (Zimmer, 1993) Die Gesellschaft in Deutschland hat sich seit Beginn des 21. Jahrhundert grundlegend verändert und damit auch das Freizeitverhalten von Jugendlichen und Kindern. Anstatt umfangreiche Bewegungserfahrungen zu sammeln, wird die Umwelt heutzutage immer mehr durch Massenmedien wie Smartphone, Internet und TV wahrgenommen. Das…mehr

Produktbeschreibung
Noch nie hatten Kinder so viele Sachen zum Spielen, noch nie gab es so viele Einrichtungen, die sich um ihre Aktivitäten kümmern wie heute. Noch nie waren Kinder allerdings so arm an Möglichkeiten, sich ihrer Umwelt über ihre Sinne, ihren Körper zu bemächtigen. (Zimmer, 1993)
Die Gesellschaft in Deutschland hat sich seit Beginn des 21. Jahrhundert grundlegend verändert und damit auch das Freizeitverhalten von Jugendlichen und Kindern. Anstatt umfangreiche Bewegungserfahrungen zu sammeln, wird die Umwelt heutzutage immer mehr durch Massenmedien wie Smartphone, Internet und TV wahrgenommen. Das passive Konsumieren und Nachempfinden vernachlässigt die Eigeninitiative und Kreativität, da Primärerfahrungen immer weiter in den Hintergrund treten. Der Leistungsdruck unserer Gesellschaft wie z.B das Turbo-Abi machen den Heranwachsenden schon früh das Leben schwer. In der Schule wird dadurch ebenfalls mehr Leistung verlangt, wodurch Hobbys ins Hintertreffen geraten. Das kann am Mitgliederschwund in Sportvereinen z.B. deutlich belegt werden. So rückt das selbständige Handeln und Erleben immer weiter in den Hintergrund und die Kinder sind immer weniger in der Lage, selber zu erforschen oder zu begreifen.
Empirische Untersuchungen haben in diesem Kontext bewiesen, dass die Bewegungszeit von Schülern nur noch eine Stunde täglich beträgt. Durch langes Sitzen in der Schule und die nachlassende tägliche Bewegungszeit sind bereits schwerwiegende Folgen in der kindlichen Entwicklung festzustellen. Dazu gehören vielfach psychosomatische Störungen, wie Kopf-, Rücken- oder Magenschmerzen sowie Konzentrationsschwierigkeiten, die sich bei 40-70% der Schüler nachweisen lassen. Des Weiteren stellen sich immer häufiger Koordinationsschwächen und Übergewicht ein (vgl. Dordel & Breithecker, 2003, S. 5).
Die Ganztagsschule rückt in diesem Kontext in den Mittelpunkt. Immer mehr Schulen entwickeln sich zu Ganztags- und Gesamtschulen, um die sich geänderten Bedürfnisse unserer Gesellschaft aufzufangen und Leistungsdruck von Schülern und Eltern zu nehmen. Nun bleibt aber trotzdem das Problem der fehlenden Bewegung in diesen neuen Schulkonzepten, da den Kindern und Jugendlichen nachmittags die Zeit zum Ausüben von Sport fehlt.
Daher setzt sich die vorliegende Studie mit der Problematik auseinander, inwiefern Bewegung als Qualitätsaspekt im ganztägigen Schulkonzept zu einer Verbesserung des Lebensraums Schule für alle Beteiligten beitragen und beschäftigt sich mit der Frage: Warum sollten Bewegte Pausen im Konzept der Ganztagsschule eingeführt werden?
Autorenporträt
Nicholas Haase wurde 1978 in Göttingen geboren. Sein Studium auf Gymnasiallehramt in den Fächern Sport und Englisch an der Georg-August-Universität Göttingen schloss der Autor im Jahre 2009 ab. Bereits während des Studiums sammelte der Autor umfassende praktische Erfahrungen in dem Bereich der Erziehungswissenschaft. Fasziniert von der Verknüpfung von Sport und Bewegung wandte der Autor seine Erfahrungen im Vereins- und Schulbereich an, was ihn schließlich dazu motivierte, sich der Thematik des vorliegenden Buches zu widmen.