Waren alle deutschen Soldaten im 2.Weltkrieg Verbrecher? Dieses Buch ist keine Kriegsberichterstattung, sondern eine Mahnung wider das Vergessen, ein Appell an nachfolgende Generationen. Es ist die fesselnde Schilderung des Lebensweges von Erich Burkhardt und die Aufzeichnung seiner ganz persönlichen Erlebnisse als einfacher Soldat in der grausamen Schlacht um Stalingrad und als Gefangener. In einer Vielzahl kurzer Episoden erzählt er bildhaft von Erlebnissen und Begebenheiten auf seinem Lebensweg - Kindheit und Jugend, Arbeitsdienst, Feldzug nach Frankreich und Russland, die Schlacht um Stalingrad und die Zeit der Gefangenschaft. Er führt dem Leser vor Augen, wie er und sicherlich viele Andere in diese Zeit des Nationalsozialismus hineingewachsen sind. Aus der Erinnerung beschreibt er seine Erlebnisse und lässt den Leser dabei auch Geschehnisse am Rande erfahren. Er war einer der ganz durchschnittlichen Soldaten, die zwar nicht mit Begeisterung in den Krieg gezogen sind, aber mit der Überzeugung, für die richtige Sache zu kämpfen. Nicht das Bild eines heroischen Kampfes zeichnet er auf, sondern das eines grauenvollen Krieges, in dem jeden Tag tausende Kameraden starben. Mit seiner Erzählung wollte Erich Burkhardt ein häufig dargestelltes Bild der Soldaten im 2. Weltkrieg revidieren. Er, seine Kameraden und auch die russischen Soldaten sind nie gefragt worden, ob sie in den Krieg ziehen wollten. Sie hatten keine Chance, sich gegen ihre Einberufung zu wehren und sind in einen irrsinnigen Prestigekrieg nach Stalingrad geschickt worden. Nur wenige haben den Krieg und die anschließende Gefangenschaft überlebt. Am 31. Januar 1943 kam Erich Burkhardt in Stalingrad in Gefangenschaft. Was er dann erleben musste, war noch schlimmer als die schrecklichen Tage im Kessel. Während des 23-tägigen Bahntransports der Gefangenen in Güterwaggons in ein Gefangenenlager nach Usbekistan durchlebte er die grausamste Zeit seines Lebens. 94 der 100 Gefangenen, die mit ihm im Waggon waren, starben, ja verreckten - verdurstet, verhungert, entkräftet. Anschaulich erzählt er von der Tortur in diesem Todeszug und vom Überlebenskampf bei der Odyssee durch die verschiedenen Gefangenenlager in Usbekistan und im Ural, aber auch von unerwarteter Menschlichkeit auf russischer Seite. Wie durch ein Wunder hat er die Hölle von Stalingrad und die grausame Zeit der Gefangenschaft überlebt. Schwer gezeichnet und nur noch 44 kg schwer kehrte er im August 1945 mit einem der ersten Transporte aus Russland nach Deutschland zurück. Im letzten Abschnitt des Buches gibt er Einblick in sein Leben nach dem Krieg in der russisch besetzten Zone und späteren DDR.
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