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Diplomarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich BWL - Wirtschaftspolitik, Note: 1,7, Ludwig-Maximilians-Universität München (VWL), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsangabe:Zusammenfassung: Das Konzept der klassischen Nationalstaaten befindet sich im Wandel. Die Gebietsmonopole der Nationalstaaten werden durch die Mobilität der Produktionsfaktoren unterwandert. Die Mobilität der Faktoren führt zu Systemwettbewerb zwischen den Staaten und deckt so Ineffizienzen bei der Bereitstellung von Gütern auf. Ursachen für Ineffizienzen sind institutionelle Rahmenbedingungen und die Kosten der…mehr

Produktbeschreibung
Diplomarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich BWL - Wirtschaftspolitik, Note: 1,7, Ludwig-Maximilians-Universität München (VWL), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsangabe:Zusammenfassung:
Das Konzept der klassischen Nationalstaaten befindet sich im Wandel. Die Gebietsmonopole der Nationalstaaten werden durch die Mobilität der Produktionsfaktoren unterwandert.
Die Mobilität der Faktoren führt zu Systemwettbewerb zwischen den Staaten und deckt so Ineffizienzen bei der Bereitstellung von Gütern auf. Ursachen für Ineffizienzen sind institutionelle Rahmenbedingungen und die Kosten der Bereitstellung von Gütern, die nicht den Präferenzen der Bürger entsprechen.
Um im Systemwettbewerb besser bestehen zu können, müssen Staaten die Präferenzen der Bürger weitgehender erfüllen, als dies heute der Fall ist.
Ob durch die Implementierung föderalistischer Strukturen tatsächlich die Präferenzen der Bürger erfüllt werden können, bleibt fraglich. Reformstau, übermäßige Umverteilung und mangelnde Anreizstrukturen für Politiker und Beamte, effizient zu wirtschaften, sowie die hohe Steuerlast für die leistungswilligen Bürger, haben beispielsweise Deutschland zum Schlusslicht im europaweiten Vergleich des wirtschaftlichen Wachstums gemacht. Die Entwicklung steht im Gegensatz zu anderen föderal organisierten Staaten wie den USA, der Schweiz oder Österreich, die nicht mit den in Deutschland akuten Problemen zu kämpfen haben. Der Steuersatz ist in diesen Ländern deutlich geringer und das wirtschaftliche Wachstum höher.
In Europa ist die Integration des Marktes der Mitgliedsländer soweit vorangeschritten, dass die vier ökonomischen Freiheiten, nämlich freie Mobilität von Gütern, Dienstleistungen, Kapital und Arbeit rechtlich weitgehend gewährleistet sind. Die einzelnen Mitgliedsländer der Europäischen Union sind aber weiterhin in der Lage, eine Vielzahl von Entscheidungen auf der Ebene der Nationalstaaten zu treffen. Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsräumen, die ähnliche Freiheiten gewähren, ist der europäische Wirtschaftsraum nur in geringem Maße auf einheitliche Regelungen bedacht.
Die Arbeit beginnt in Kapitel 2 mit der Erläuterung politökonomischer Grundlagen, die zum Verständnis der neuen Ansätze des Föderalismus notwendig sind.
Um den in der Realität zu beobachtenden Interessenkonflikt zwischen dem Staat und seinen Bürgern ökonomisch betrachten zu können, werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, den Staat zu modellieren .
Ein Ziel der weiteren Untersuchungen dieser Arbeit ist, eine ökonomisch optimale Allokation im Sinne des methodologischen Individualismus (also im Sinne der Bürger) zu erreichen. Wettbewerb soll den seinen eigenen Nutzen maximierenden Staat dazu zwingen, die Nutzen seiner Bürger zu maximieren.
Inwieweit eine Allokation im Sinne der Bürger durch die Implementierung föderaler Elemente möglich ist, wird einerseits theoretisch anhand des Modells von Frey und Eichenberger (1996, 1999), in Kapitel 3, und andererseits real anhand der politischen Situation von Ländern innerhalb der europäischen Union, in Kapitel 4, erläutert.
Da der FOCJ Ansatz distributions- und stabilitätstheoretische staatliche Aufgaben nicht von vornherein als zentral zu erfüllende Aufgaben behandelt, werden in Kapitel 2 die Aspekte aufgezeigt, die die Bereitstellung von Gütern in einem föderalen Staat determinieren. Die politischen Implikationen zu diesen Aspekten, die sich aus klassischer Sicht und aus der Sicht des Modells von FOCJ ergeben, werden schließlich miteinander verglichen.
Die in Kapitel 4 betrachteten politischen Ansätze bauen auf den heute in Europa existierenden Bedingungen auf und sprechen sich im Gegensatz zum FOCJ- Modell für eine konventionelle Ausdehnung der föderalen Tätigkeiten aus. Die vorgestellten Ansätze sind weniger ökonomisch als politisch umstritten. Diese Problematik wird an...
Autorenporträt
Till Kreiler hat nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre in München und Zürich berufsbegleitend die Dissertation an der LMU München geschrieben. Im Zuge der Dissertation war Herr Kreiler mit vielen Persönlickteiten, die die chinesische Medizin wesentlich geprägt haben, in Kontakt. Er hat zudem als Referent über das Thema gesprochen. Heute arbeitet er bei Google in München.