Alle wollen sie nur noch weg und jede(r) aus anderen Gründen: den eigenenUnd so tauchen Geschichten auf und verschwinden wieder wie der versunkene Wald der Ostsee an der Wanderdüne, der das ganze Jahr nicht zu sehen ist und nur im April kurz aus dem Meer auftaucht und wieder verschwindet ... Und irgendwann ganz verschwunden sein wird ... mit ihm die Menschen dieser Geschichten ... Leben, die immer mal wieder kurz auftauchen und dann irgendwann für immer in der Versenkung verschwinden ... so war es Leszek geschehen, Agnieszka, Ilona, ihm selbst. Seiner Partnerin hätte er diese Geschichten nicht erzählen mögen.
Stephan Woltings Erzählungen entführen uns in das reiche innere Leben ihrer Protagonisten, lassen uns teilhaben an ihren Kämpfen, Sehnsüchten und Entscheidungen. Sogar an ihrem Tod. Verwirrend und berauschend zugleich der Wind of Change, der in jeder Form spürbar ist. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und zugleich emotional tief berührt - ein literarisches Kaleidoskop von Verlust und Wandel, das man nicht aus der Hand legen möchte. - Carmen-Francesca Banciu