Sie ist schön, sie hat Erfolg, eine Familie, einen Liebhaber und manchmal sogar zwei - Olga könnte zufrieden sein. Aber in ihr sitzt ein Stachel, ein unstillbares Verlangen, das sie in immer absurdere Abenteuer treibt und ihr schließlich zum Verhängnis wird ... In zwölf Geschichten über verliebte Frauen, ältere Damen, arme Verwandte und schrullige Außenseiter beweist Ljudmila Ulitzkaja einmal mehr ihr erzählerisches Talent.
Die Autorin scheint ihr Handwerk zu verstehen: Mit Ljudmila Ulitzkaja - so konnte man immer wieder lesen - kehrt das Erzählen in die russische Literatur zurück. Sie wurde als neue Stimme bezeichnet, ihr Werk als «Erzählwunder» gepriesen. Dabei ist das, worüber sie erzählt, höchst simpel; die immer gleichen Ingredienzen ihrer Geschichten sind alltägliche Probleme von Beziehungen, von Liebe, Ehe und Familie. Der Roman «Medea und ihre Kinder» war eine Familienchronik von der Krim, «Sonetschka» ein Kabinettstück über die Ehe einer versponnenen Bibliothekarin, und auch «Ein fröhliches Begräbnis» erzählte im Grunde von einer Familie, nämlich von einer Gruppe russischer Emigranten in New York. Die konsequente Beschränkung auf das Universum des Privaten ist für Ulitzkaja Programm: «Ich beschreibe seltsame Menschen und persönliche Probleme. Zwar begreife ich die Menschen auch als gesellschaftliche Wesen, ich bin aber vor allem daran interessiert, wie es ihnen gelingt, gesellschaftlichem Druck auszuweichen», erklärte sie 1994 in einem Interview.
Die Autorin scheint ihr Handwerk zu verstehen: Mit Ljudmila Ulitzkaja - so konnte man immer wieder lesen - kehrt das Erzählen in die russische Literatur zurück. Sie wurde als neue Stimme bezeichnet, ihr Werk als «Erzählwunder» gepriesen. Dabei ist das, worüber sie erzählt, höchst simpel; die immer gleichen Ingredienzen ihrer Geschichten sind alltägliche Probleme von Beziehungen, von Liebe, Ehe und Familie. Der Roman «Medea und ihre Kinder» war eine Familienchronik von der Krim, «Sonetschka» ein Kabinettstück über die Ehe einer versponnenen Bibliothekarin, und auch «Ein fröhliches Begräbnis» erzählte im Grunde von einer Familie, nämlich von einer Gruppe russischer Emigranten in New York. Die konsequente Beschränkung auf das Universum des Privaten ist für Ulitzkaja Programm: «Ich beschreibe seltsame Menschen und persönliche Probleme. Zwar begreife ich die Menschen auch als gesellschaftliche Wesen, ich bin aber vor allem daran interessiert, wie es ihnen gelingt, gesellschaftlichem Druck auszuweichen», erklärte sie 1994 in einem Interview.