Häufig ist von Männern und Frauen gefragt und debattiert worden, ob es ein spezifisch weibliches Schreiben gebe. Allerdings wird unter den theoretischen Prämissen der jüngeren Gender-Forschung diese Fragestellung beargwöhnt. In ihren Fallstudien zu dichtenden Liebespaaren des frühen 20. Jahrhunderts setzt Dorothee Ostmeier neue Impulse für den weiteren Umgang mit dieser bis jetzt weitgehend nur impliziten Frage. Ostmeiers Analysen und Reflektionen zeigen, dass diese oft dialogisch engagierte Lyrik in wechselndem Maße bereits das Niveau gegenwärtiger Theoriebildung erreicht hat. Feministische…mehr
Häufig ist von Männern und Frauen gefragt und debattiert worden, ob es ein spezifisch weibliches Schreiben gebe. Allerdings wird unter den theoretischen Prämissen der jüngeren Gender-Forschung diese Fragestellung beargwöhnt. In ihren Fallstudien zu dichtenden Liebespaaren des frühen 20. Jahrhunderts setzt Dorothee Ostmeier neue Impulse für den weiteren Umgang mit dieser bis jetzt weitgehend nur impliziten Frage. Ostmeiers Analysen und Reflektionen zeigen, dass diese oft dialogisch engagierte Lyrik in wechselndem Maße bereits das Niveau gegenwärtiger Theoriebildung erreicht hat. Feministische Theoreme Irigarays, Butlers und anderer werden hier nicht auf Gedichte angewandt, sondern anregende Detaillektüren entfalten neben dem lyrischen auch das theoretische Potential der Gedichte und Texte. Prof. Dr. Eva Geulen, Goethe Universität Frankfurt am Main
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Autorenporträt
Dorothee Ostmeier lehrt als Professor of German and Folklore an der University of Oregon in Eugene. Zudem arbeitet sie in den Fachbereichen Komparatistik sowie Gender and Women Studies mit. Ihre Lehre und Forschung konzentrieren sich auf die Grenzzonen zwischen Literatur, Kultur und Philosophie vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. Neben Studien zu Nelly Sachs' sprachphilosophischer Poetik veröffentlichte sie Essays zur Politik des Phantastischen und zu Gender-Konstruktionen in Texten des frühen 20. Jahrhunderts.
Inhaltsangabe
I. Einleitung: Gender, Sex, Liebe in poetischen Dialogen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts II. Sexualität, Gender, Ethik: Kritische Perspektiven gegenüber der Differenzierung von männlicher und weiblicher Sexualität III. Peter Hille und Else Lasker-Schüler: Identität in Fantasiespielen IV. Gottfried Benn und Else Lasker-Schüler: Konflikte der Fantasien V. Rainer Maria Rilke und Lou Andreas-Salomé: Säkularisierte Madonna vs. sakralisierte Sexualität 1. Einführung 2. Andreas-Salomé als Rilkes Madonna 3. Rilkes poetische Revision Freud scher Theorien 4. Lou Andreas-Salomés Umschrift Freud scher Genderkonzepte VI. Bertolt Brecht und Margarete Steffin: Ausnutzung vs. Zusammenarbeit VII. Zirkulierende Madonnen im zwanzigsten Jahrhundert VIII. Reflexionen zum Schluss: Poesie und Theorie der Liebe IX. Nach- und Vor-trag X. Danksagung XI. Bibliographie Kurztitelverzeichnis Literaturverzeichnis
I. Einleitung: Gender, Sex, Liebe in poetischen Dialogen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts II. Sexualität, Gender, Ethik: Kritische Perspektiven gegenüber der Differenzierung von männlicher und weiblicher Sexualität III. Peter Hille und Else Lasker-Schüler: Identität in Fantasiespielen IV. Gottfried Benn und Else Lasker-Schüler: Konflikte der Fantasien V. Rainer Maria Rilke und Lou Andreas-Salomé: Säkularisierte Madonna vs. sakralisierte Sexualität 1. Einführung 2. Andreas-Salomé als Rilkes Madonna 3. Rilkes poetische Revision Freud scher Theorien 4. Lou Andreas-Salomés Umschrift Freud scher Genderkonzepte VI. Bertolt Brecht und Margarete Steffin: Ausnutzung vs. Zusammenarbeit VII. Zirkulierende Madonnen im zwanzigsten Jahrhundert VIII. Reflexionen zum Schluss: Poesie und Theorie der Liebe IX. Nach- und Vor-trag X. Danksagung XI. Bibliographie Kurztitelverzeichnis Literaturverzeichnis
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