»Reservoir Bitches« erzählt hart, klug und mit viel schwarzem Humor aus dem Leben mexikanischer Frauen, die kämpfen, tricksen, lügen und töten, die alles tun, um zu überleben. Ob Narco-Braut, Hausfrau oder Influencerin in Luxury Fashion, ob Auftragskillerin, Prostituierte oder Kleinkriminelle, ob reich oder arm - Dahlia de la Cerdas Heldinnen in »Reservoir Bitches« sind Frauen, die jede Opferrolle ablehnen und die Lösung ihrer Probleme selbst in die Hand nehmen. Ihr Leben ist alles, nur nicht moralisch - aber Dahlia de la Cerdas Literatur will auch gar nicht moralisierend sein. Sie katapultiert uns beim Lesen in eine weit entfernte, aber sehr reale und oft gewalttätige Umgebung. Die kompromisslosen Stimmen der sehr unterschiedlichen Protagonistinnen verbinden sich in de la Cerdas faszinierendem Debüt zu einem wilden, vielschichtigen, immer wieder auch überraschend zärtlichen Porträt der mexikanischen Gesellschaft aus weiblicher Sicht.»'Reservoir Bitches' ist bitterböse Gesellschaftskritik und schwarze Komödie in einem - und das unüberhörbare Debüt einer der spannendsten neuen Autorinnen Mexikos« (Readings). »Dieses harte, faszinierende und wahrhaftige Buch beschreibt ohne jede Selbstgefälligkeit die vielschichtige Wirklichkeit junger Frauen in Mexiko« (El País).»Dahlia de la Cerda scheut sich nicht, die raue Schattenseite Mexikos zu porträtieren, aber sie würzt ihre gallige Gesellschaftskritik mit einer großen Prise schwarzen Humor« (The Big Issue).
Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension
Drastisch geht es laut Rezensentin Sophia Zessnik in Dahlia de la Cerdas Kurzgeschichten zu, die dreizehn mexikanischen Frauen und Transfrauen eine Stimme gibt. Aber die Realität ist ja auch drastisch: In Mexiko werden etwa zehn Frauen jeden Tag ermordet, erinnert die Rezensentin, meistens sind die Täter Männer. Ihre oft von Gewalt geprägten Geschichten erzählen die aus unterschiedlichen Milieus stammenden Frauen "gnadenlos" in mehr oder weniger derben Soziolekten, so die Rezensentin. Das ist manchmal schwer auszuhalten, aber auch ziemlich beeindruckend, findet sie. Die Autorin zeige außerdem, dass Gewalt an Frauen alle Schichten durchzieht, ob Politikergattin, Narco-Ehefrau oder Prostituierte - von Brutalität und Unterdrückung sind alle betroffen. In jeder Hinsicht "krass", so Zessniks Urteil.
© Perlentaucher Medien GmbH
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