Amira Ben Saouds atmosphärisch dichtes Debüt ist »ein mit gespenstisch ruhiger Seele geschriebener Roman über die existenziellen Zerreißproben der Menschen«. Clemens J. SetzGewalt scheint nicht mehr zu existieren, der Klimawandel längst vollzogen. Eine bedrohliche Gelassenheit liegt über der abgeschotteten Siedlung, in der sie lebt. An ihren eigenen Namen hat sie keine Erinnerung mehr. Sie verdient ihr Geld damit, andere Frauen zu imitieren, deren Angehörige nicht mit dem Verlust der Geliebten, der Ehefrau, der Tochter zurechtkommen. Während eines neuen Auftrags gerät ihre Welt ins Wanken: Wer ist diese Emma, die sie spielt? Weisen seltsame Phänomene am Rand der Siedlung auf deren Untergang hin? Und warum ist sie selbst so besessen davon, eine andere zu sein? Amira Ben Saoud gelingt ein fesselndes Debüt, das schwebend leicht grundsätzliche Fragen nach Identität und Beziehungen stellt und danach, was wir uns selbst vorspielen.
"Packend ... Liest sich wie eine bedrückend-dystopische Truman Show ... Als Leserin möchte man es unbedingt wissen. Und bleibt gefesselt bis zum Schluss." Lina Paulitsch, Falter, 19.03.25 "Auf gerade mal 188 Seiten schreibt sie verdichtet und knapp. Sie spielt mit Unmöglichkeiten, mit Fiktion. Das hervorragende Ende ist absolut nicht vorhersehbar. Dass so viel Überraschendes und Unmögliches passiert, zeichnet den Roman aus ... 'Schweben' ist alles andere als ein Wohlfühlbuch. Es überrascht, irritiert und verstört. Und das ist gut so." Zita Bereuter, FM4, 17.03.25