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Erst im 17. Jh. beginnt in Deutschland die gelehrte Rezeption der altprovenzalischen Trobadorlyrik, einer Dichtung, die seit dem Mittelalter völlig vergessen war. Bis zum Beginn des 19. Jh.s dauerte es, bis endlich eine größere Anzahl von Trobadorliedern gedruckt auf altprovenzalisch vorlag. Die Geschichte der Annäherung an diese zunächst gänzlich unbekannte Dichtung ist Gegenstand des ersten Teils dieser Arbeit. Mit Friedrich Diez, der sich als erster intensiv mit den altprovenzalischen Texten auseinandersetzt, beginnt dann nicht nur die Geschichte des akademischen Faches Provenzalistik,…mehr

Produktbeschreibung
Erst im 17. Jh. beginnt in Deutschland die gelehrte Rezeption der altprovenzalischen Trobadorlyrik, einer Dichtung, die seit dem Mittelalter völlig vergessen war. Bis zum Beginn des 19. Jh.s dauerte es, bis endlich eine größere Anzahl von Trobadorliedern gedruckt auf altprovenzalisch vorlag. Die Geschichte der Annäherung an diese zunächst gänzlich unbekannte Dichtung ist Gegenstand des ersten Teils dieser Arbeit. Mit Friedrich Diez, der sich als erster intensiv mit den altprovenzalischen Texten auseinandersetzt, beginnt dann nicht nur die Geschichte des akademischen Faches Provenzalistik, sondern auch die übersetzerische Rezeption der Trobadorlyrik in Deutschland. Besonders interessant sind die Übersetzungen von Sirventesen. In Zeiten staatlicher Unterdrückung in Deutschland werden sie als Mittel politischen Protestes genutzt. Der Rezeption dieser Gattung gilt der zweite Teil dieser Untersuchung.
Autorenporträt
Die Autorin: Ulrike Bunge wurde 1962 in Kassel geboren. Sie studierte Französisch, Deutsch und Spanisch in Göttingen, Lille und Madrid. 1993 erfolgte die Promotion im Fach Romanische Philologie an der Universität Göttingen.