Die Merkmale spätmoderner Arbeitsformen sind besonders deutlich in den Cultural Industries zu erkennen: hohe Bildung und berufliche Selbstständigkeit bei geringen Einkommen. Als Urbane Penner bezeichnete ein Berliner Stadtmagazin die Kreativen - andernorts ist von Szene-Unternehmern, neuen Selbstständigen, Prekariat oder Arbeitskraftunternehmern die Rede. Während im Bereich Neue Medien einschlägige Untersuchungen vorliegen, war dies in der Musikproduktion bisher kaum der Fall.Der Autor Matthias Priller analysiert in einer ethnografischen Fallstudie ein Netzwerk in der Berliner Musikproduktion. Er betrachtet die Ausprägungen spätmoderner Arbeitsformen, wendet sich dem Selbstverständnis der Akteure zu, untersucht, wie sie mit Arbeits- und Lebensbedingungen umgehen und welche individuellen Strategien und Kompetenzen sie entwickeln. Es wird ein Einblick gewährt in Innensichten der Akteure auf Arbeitswerte, in das Risikomanagement bei hoher Prekarität und in das Networking.Die vorliegenden Ergebnisse sind von Interesse für Ethnologen, Soziologen, Kultur-, Musik- und Arbeitswissenschaftler und für alle, die an gegenwärtigen Veränderungen in Arbeits- und Lebenswelt interessiert sind.
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