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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
So bescheiden dieses Buch daherkommt, so gewichtig und spannend sind das Material und die Ideen, die darin stecken, erklärt erfreut Christine Tauber zu Maren Lorenz' Studie zum Alltagsvandalismus und seiner zeitbedingten gesellschaftlichen Ächtung (das 15. Jahrhundert wollte dem Delinquenten den "Nabel aus seinem Bauche schneiden und ihn mit demselben an den Baum naihlen"). Dass die Autorin den Leser aus historischen und juristischen Quellen informiert, ohne griffige Erklärungen zu präsentieren, rechnet Tauber ihr hoch an. Mit dem Blick der "prägnant formulierenden" Autorin auf den gesellschaftlichen Umgang mit dem Phänomen Vandalismus, auf soziale Stigmatisierung und Pathologisierung, erschließen sich der Rezensentin interessante Perspektiven auf die Gesellschaft. Ginge es nach Tauber, dürfte die Autorin gern noch mehr zu diesem "brisanten Thema" herausfinden.