»Wohlstand für alle« - das ist seit Ludwig Erhard das Credo der deutschen Politik. Doch Deutschland ist an seinem Ideal gescheitert: In kaum einem Industrieland herrscht eine so hohe Ungleichheit - in Bezug auf Einkommen, Vermögen und Chancen. Die Investitionen sinken, die Abhängigkeit vom Staat nimmt zu, die soziale Teilhabe nimmt ab. Der Verteilungskampf wird härter. Verantwortlich dafür ist primär die hohe Chancenungleichheit, die Menschen davon abhält, ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Fratzscher zeigt, wie die Politik die Chance der Zuwanderungswelle nutzen kann und was sie tun muss, um die Spaltung der Gesellschaft abzuwenden. …mehr
»Wohlstand für alle« - das ist seit Ludwig Erhard das Credo der deutschen Politik. Doch Deutschland ist an seinem Ideal gescheitert: In kaum einem Industrieland herrscht eine so hohe Ungleichheit - in Bezug auf Einkommen, Vermögen und Chancen. Die Investitionen sinken, die Abhängigkeit vom Staat nimmt zu, die soziale Teilhabe nimmt ab. Der Verteilungskampf wird härter. Verantwortlich dafür ist primär die hohe Chancenungleichheit, die Menschen davon abhält, ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Fratzscher zeigt, wie die Politik die Chance der Zuwanderungswelle nutzen kann und was sie tun muss, um die Spaltung der Gesellschaft abzuwenden.
Marcel Fratzscher ist Wissenschaftler, Autor und Kolumnist zu wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen. Er ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) - eines der führenden und unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstitute und think tanks in Europa - und Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Mitglied des High-level Advisory Board der Vereinten Nationen zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs), Mitglied im Deutsch-Französischen Rat der Wirtschaftsexperten der Regierungen von Deutschland und Frankreich, Mitherausgeber des Journal of International Economics, Mitglied des Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums und Mitglied des Kuratoriums der Hertie School of Governance. Er engagiert sich für Chancengleichheit von benachteiligten Kindern als Mitglied von Gremien der Kreuzberger Kinderstiftung, von Deutschland Rundet Auf und der Welthungerhilfe. Seine inhaltliche Arbeit fokussiert sich auf Themen der Makroökonomie, Ungleichheit und Integration Europas. Er hat seit 2014 drei Bücher in deutscher und englischer Sprache zu diesen Themen veröffentlicht, hat eine zwei-wöchentliche Kolumne auf Zeit Online zu Verteilungsfragen und veröffentlicht regelmäßig Kommentare in deutsch- und englischsprachigen Medien, wie der Financial Times, Wall Street Journal und Project Syndicate . Er ist einer der am besten publizierten deutschsprachigen Ökonomen und hat Auszeichnungen für seine wissenschaftlichen und publizistische Arbeiten erhalten. Er ist Deutscher und Europäer.
Inhaltsangabe
Einleitung - Wohlstand für wenige
Zwei deutsche Schicksale I. REICHES ARMES DEUTSCHLAND 1 Das Vermögens-Puzzle - auf Augenhöhe mit den USA 2 Das Einkommens-Puzzle 3 Das Mobilitäts-Puzzle
II. DIE KONSEQUENZEN DER UNGLEICHHEIT 4 Exkurs: Das rechte Maß - Freiheit versus Gleichheit 5 Der Beitrag der Wirtschaftswissenschaften 6 Ungleichheit reduziert das Wirtschaftswachstum 7 Ungleichheit vertieft Ungleichgewichte bei Schulden und Sparen 8 Ungleichheit verschärft den gesellschaftlichen Verteilungskampf 9 Ungleichheit mindert das Humankapital 10 Ungleichheit als Mitverursacher der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 11 Ungleichheit verschärft das Armutsproblem 12 Ungleichheit beeinträchtigt die Gesundheit 13 Ungleichheit schaff t Abhängigkeit vom Staat und schränkt individuelle Freiheiten ein 14 Ungleichheit schädigt soziale und politische Teilhabe
III. DIE MACHT DES MARKTS 15 Die Globalisierung 16 Digitalisierung - Von Superstar-Eff ekten und schrumpfender Mittelschicht 17 Ungleichheit und die globale Marktwirtschaft
IV. DIE CHANCENUNGLEICHHEIT 18 Historische Gründe 19 Im Land der reichen Familienunternehmen 20 Bildung und soziale Mobilität 21 Ungleiche Chancen für Frauen in Deutschland 22 Der Verteilungskampf im Zeichen der Flüchtlingsmigration
V. DIE UMVERTEILUNG DURCH DEN STAAT 23 Steuern, Transfers und soziale Leistungen 24 Das blinde Vertrauen in den Staat 25 Die Rolle der Wirtschaftspolitik 26 Schlechte private Vermögensbildung 27 Fazit - Deutschlands schwierige Zukunft
Zwei deutsche Schicksale I. REICHES ARMES DEUTSCHLAND 1 Das Vermögens-Puzzle - auf Augenhöhe mit den USA 2 Das Einkommens-Puzzle 3 Das Mobilitäts-Puzzle
II. DIE KONSEQUENZEN DER UNGLEICHHEIT 4 Exkurs: Das rechte Maß - Freiheit versus Gleichheit 5 Der Beitrag der Wirtschaftswissenschaften 6 Ungleichheit reduziert das Wirtschaftswachstum 7 Ungleichheit vertieft Ungleichgewichte bei Schulden und Sparen 8 Ungleichheit verschärft den gesellschaftlichen Verteilungskampf 9 Ungleichheit mindert das Humankapital 10 Ungleichheit als Mitverursacher der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 11 Ungleichheit verschärft das Armutsproblem 12 Ungleichheit beeinträchtigt die Gesundheit 13 Ungleichheit schaff t Abhängigkeit vom Staat und schränkt individuelle Freiheiten ein 14 Ungleichheit schädigt soziale und politische Teilhabe
III. DIE MACHT DES MARKTS 15 Die Globalisierung 16 Digitalisierung - Von Superstar-Eff ekten und schrumpfender Mittelschicht 17 Ungleichheit und die globale Marktwirtschaft
IV. DIE CHANCENUNGLEICHHEIT 18 Historische Gründe 19 Im Land der reichen Familienunternehmen 20 Bildung und soziale Mobilität 21 Ungleiche Chancen für Frauen in Deutschland 22 Der Verteilungskampf im Zeichen der Flüchtlingsmigration
V. DIE UMVERTEILUNG DURCH DEN STAAT 23 Steuern, Transfers und soziale Leistungen 24 Das blinde Vertrauen in den Staat 25 Die Rolle der Wirtschaftspolitik 26 Schlechte private Vermögensbildung 27 Fazit - Deutschlands schwierige Zukunft
Dank Anmerkungen Quellenverzeichnis Register 259
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