"Kaum etwas beinhaltet so viel formende Kraft wie die konstruktive Rückmeldung von Mensch zu Mensch." (Thomas Härry im Vorwort)
Sagt man sich in Kirchen und Gemeinden noch die Meinung, wenn es um so etwas wie Fehlverhalten geht? Oder gilt dann eine Art "christlicher Nichtangriffspakt"? Warum schweigen wir lieber, als ein klärendes Gespräch zu führen, aus dem eine persönliche Veränderung und geistliches Wachstum hervorgehen könnte? Daniel Plessing greift dazu auf die sogenannte Jesusregel aus dem Matthäusevangelium (Mt 18,15-20) des Neuen Testaments zurück. Hier geht es um das gegenseitige Ermahnen und die wertvolle Frucht, die daraus erwachsen kann. Plessing beschreibt den heilsamen Umgang, durch den Nächstenliebe, Sozialkompetenz und Mut gelernt werden.
Sagt man sich in Kirchen und Gemeinden noch die Meinung, wenn es um so etwas wie Fehlverhalten geht? Oder gilt dann eine Art "christlicher Nichtangriffspakt"? Warum schweigen wir lieber, als ein klärendes Gespräch zu führen, aus dem eine persönliche Veränderung und geistliches Wachstum hervorgehen könnte? Daniel Plessing greift dazu auf die sogenannte Jesusregel aus dem Matthäusevangelium (Mt 18,15-20) des Neuen Testaments zurück. Hier geht es um das gegenseitige Ermahnen und die wertvolle Frucht, die daraus erwachsen kann. Plessing beschreibt den heilsamen Umgang, durch den Nächstenliebe, Sozialkompetenz und Mut gelernt werden.
"Ich wünsche mir eine Kultur der Ermutigung und der Ermahnung unter Christen. Ich wünsche mir, dass wir lernen, mutig und liebevoll auch schwierige Dinge anzusprechen, anstatt ihnen aus dem Weg zu gehen. Ermahnmutigen eben.", so der Autor. Dieses Buch über die Jesusregel in Matthäus 18,15-17 hat mich total begeistert! Besagte Bibelstelle wird von vielen nur mit dem Thema "Gemeindezucht" und mit schwierigen Gemeindesituationen in Verbindung gebracht. Aber, so Plessing, Anliegen dieses Textes ist eigentlich die Aufforderung zu einem liebevoll- ehrlichen Umgang miteinander, der unser geistliches Wachstum fördern soll. Und so geht es nur in einem kleinen Teil des Buches um das Thema "Gemeindeausschluss", im größten Teil dagegen um die Notwendigkeit, brenzlige Themen anzusprechen anstatt sie einfach zu ignorieren. Wie kann das in guter Weise geschehen? Und: Wie gehe ich damit um, wenn ich kritisiert werde? Dieses Buch behandelt ein herausforderndes Kernthema gemeinschaftlichen Lebens auf sehr sensible und differenzierte Weise. Ich hatte trotz des schwierigen Themas richtig Spaß beim Lesen, weil Daniel Plessing (der als Pastor über viel Praxiserfahrung verfügt) authentisch und humorvoll eigene Denk- und Verhaltensmuster mit einbezieht und einen sehr lockeren und temporeichen Schreibstil an den Tag legt. Absolut empfehlenswert!