Mit inhaltsanalytischen Methoden wurde die Sprache zweier österreichischer Boulevardzeitungen (Kronen Zeitung und Kurier) in Bezug auf die Katastrophenberichterstattung zum Tsunami im Jahre 2004 untersucht. Das Hauptaugenmerk lag auf der unterschiedlichen Beschreibung der AkteurInnen aus Industrieländern und aus Ländern der so genannten Dritten Welt . Im Rahmen der Untersuchung konnte nachgewiesen werden, dass die Darstellung stereotypen Mustern folgte, welche aus feministischen und rassismustheoretischen Blickwinkeln problematisch sind, sowie stark auf uns und unsere guten Taten fokussiert ist. Da Massenmedien Meinungen stark zu beeinflussen imstande sind, kann jene Form der Katastrophenberichterstattung dazu führen, dass die Leserschaft in einer stark einseitigen Sichtweise in Bezug auf sogenannte Entwicklungsländer bestärkt wird. Die Berichterstattung über jene Länder kreist zumeist um einige wenige Themenbereiche: Krieg, Sex, Katastrophen und was WIR für SIE tun. Sie führt damit ihr Erbe des einseitigen Berichtens fort und verbreitet fragmentierte Rollenbilder.
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