Florian Heyden
Gebundenes Buch
Walter Ulbricht. Mein Urgroßvater
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Ein faszinierender Einblick in das Leben einer der umstrittensten Männer deutscher Geschichte. Walter Ulbrichts Urenkel stößt mit diesem Buch die Türen seiner Familiengeschichte auf, um lang verborgene Geheimnisse zu lüften.Walter Ulbricht gilt als einer der bedeutendsten Politiker des geteilten Deutschland. Als hochrangiger Funktionär und Vorsitzender des Staatsrats der DDR verehrten, belächelten oder hassten ihn die Menschen. Wer war der Mensch hinter dem Politiker? Über Jahrzehnte schwieg die Familie, nichts drang nach außen, was nicht nach außen sollte. Über den Privatmann Walte...
Ein faszinierender Einblick in das Leben einer der umstrittensten Männer deutscher Geschichte. Walter Ulbrichts Urenkel stößt mit diesem Buch die Türen seiner Familiengeschichte auf, um lang verborgene Geheimnisse zu lüften.Walter Ulbricht gilt als einer der bedeutendsten Politiker des geteilten Deutschland. Als hochrangiger Funktionär und Vorsitzender des Staatsrats der DDR verehrten, belächelten oder hassten ihn die Menschen. Wer war der Mensch hinter dem Politiker? Über Jahrzehnte schwieg die Familie, nichts drang nach außen, was nicht nach außen sollte. Über den Privatmann Walter, Ehemann, Vater und Freund schwieg die Familie Jahrzehnte eisern.Neugierig, wer sein Urgroßvater wirklich war, begibt sich Florian Heyden auf Spurensuche quer durch Europa. Er taucht tief ein in Walters Jugend, seinen Aufstieg in der KPD und sein Exil in Moskau. Er erfährt von Geliebten und Adoptivkindern, von intensiven Beziehungen und schmerzlichen Trennungen. Bildhaft und spannend erzählt er, was Walter Ulbricht sein Leben lang umtrieb: Der ewige Wettkampf zwischen Familie und Partei. Ein nie da gewesener Blick auf die bis heute geheim gehaltene Geschichte des mächtigsten Mannes der DDR.
Florian Heyden, geboren 1980, studierte in London, war Praktikant an der dortigen Deutschen Botschaft sowie im britischen Parlament und anschließend bei einem Marktforschungsunternehmen tätig. Seit 2011 arbeitet er in der Schweiz als Manager in der Konsumgüter- und Nahrungsmittelbranche. Seit vielen Jahren setzt er sich intensiv mit Themen zur Internationalen Politik, Geschichte und seiner eigenen Familiengeschichte auseinander. Heyden lebt mit seiner Familie in Genf.
Produktdetails
- Verlag: Nova MD
- Artikelnr. des Verlages: CPFH01
- Erstauflage
- Seitenzahl: 351
- Erscheinungstermin: Oktober 2021
- Deutsch
- Abmessung: 217mm x 142mm x 31mm
- Gewicht: 592g
- ISBN-13: 9783985950034
- ISBN-10: 3985950032
- Artikelnr.: 62381911
Herstellerkennzeichnung
NOVA MD
Raiffeisenstraße 4
83377 Vachendorf
info@novamd.de
Wenn ich an Walter Ulbricht denke fällt mir als erstes folgendes ein:
"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!"
Diesen Satz sagte der ehemalige DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 in einer Pressekonferenz. Zwei Monate später ist die Berliner …
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Wenn ich an Walter Ulbricht denke fällt mir als erstes folgendes ein:
"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!"
Diesen Satz sagte der ehemalige DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 in einer Pressekonferenz. Zwei Monate später ist die Berliner Mauer gebaut worden. Damit wurde Walter Ulbricht als einer der größten Lügner der Geschichte hingestellt.
Um mehr über den Menschen Walter Ulbricht zu erfahren habe ich dieses Buch von Florian Heyden gelesen. Dieses ist die Neuauflage die er in seinen Worten heraus gegeben hat, nachdem die erste Auflage durch den ersten Verleger ohne seine Zustimmung umgeschrieben wurde. Dieses wird auch im Vorwort zur Neuauflage erklärt.
Der Prolog ist sehr ehrlich, berührend und emotional. In den darauf folgenden Kapiteln wird das Leben vom Heranwachsenden bis zum Tode sehr anschaulich beschrieben.
Es hat bestimmt viel Zeit gekostet so ausführlich zu recherchieren, das merkt man dem Buch an. So gibt es zwischendurch erklärende Bilder, Auszügen aus Briefen, einen Stammbaum und viele Referenzen. Auch ein Literaturverzeichnis am Ende ist vorhanden. Es gibt also viel Interessantes zu entdecken. Das einzige was fehlt ist ein Personenregister, weil vielleicht nicht jeder Leser weis wer im Einzelnen gemeint ist.
Mein Fazit: Eine absolute Leseempfehlung wenn man Biografien mag und mehr über den Menschen Walter Ulbricht erfahren möchte. Ich sehe ihn jetzt in einen etwas anderen Licht. Florian Heyden ist es gelungen eine mehr als interessante und beeindruckende Biografie zu schreiben.
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Walter Ulbricht ging in die deutsch-deutsche Geschichte, ja sogar in die Weltgeschichte als der Mann ein, der die Berliner Mauer hat bauen lassen. Doch über seine Biografie, sein Privatleben, seine Kindheit war bislang so gut wie gar nichts bekannt. Wer war der Mann, dessen berühmtester …
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Walter Ulbricht ging in die deutsch-deutsche Geschichte, ja sogar in die Weltgeschichte als der Mann ein, der die Berliner Mauer hat bauen lassen. Doch über seine Biografie, sein Privatleben, seine Kindheit war bislang so gut wie gar nichts bekannt. Wer war der Mann, dessen berühmtester Satz wohl in jedem deutschsprachigen Geschichtsbuch zu finden ist? Und wer ist die Familie hinter diesem Mann? Florian Heyden gibt Antworten in seinem Buch "Walter Ulbricht - Mein Urgroßvater".
Nach dem vor allem durch die Süddeutsche Zeitung bekannt gewordenen Streit mit dem ersten Verlag konnte Heyden das Buch nun endlich nach seinen Vorstellungen herausbringen und erläutert diese glaubhaft im "Vorwort zur Neuauflage". Im anschließenden Prolog werden die Beweggründe Heydens, überhaupt dieses Buch geschrieben zu haben, noch deutlicher. Das "gut gehütete" Familiengeheimnis "Walter Ulbricht", über das nicht gesprochen werden sollte, nicht gesprochen werden durfte und doch zeitweise wie ein Schatten über dieser Familie lag. Es ist ein bemerkenswert ehrlicher Prolog, so berührend wie offenherzig und emotional. Umso bedauerlicher erscheint es, dass Florian Heyden diese Emotionalität im Buch selbst so gut wie möglich verstecken will. Dabei handelt es sich doch um so viel mehr als ein gewöhnliches Sachbuch.
"Walter Ulbricht - Mein Urgroßvater" liest sich in den erklärenden Texten nahezu emotionslos, fast nüchtern. Die Ereignisse und Figuren aus Walter Ulbrichts Leben rauschen an den Leser:innen vorbei, man nimmt sie wahr, doch im nächsten Moment sind sie schon wieder verschwunden. Man muss die emotionalen Stellen, die im Prolog noch so deutlich werden, förmlich mit der Lupe suchen. In einer Bildunterschrift auf S. 392 bezeichnet Heyden seinen Urgroßvater als "emsigen Einheitsapostel", an anderer Stelle macht der Autor deutlich, dass Ulbricht die Partei immer näher war als die eigene Familie. Dann gibt es wiederum Passagen, in denen Heydens Respekt vor Walter Ulbricht erkennbar ist - vor diesem Mann, der sich auch als Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus auszeichnete und als Kommunist oder Sozialist nahezu ständig behördlicher Verfolgung ausgesetzt war. Doch leider gibt es diese Stellen zu selten.
Umso erfrischender und erhellender wirken im Kontrast dazu die Originalquellen, die den Menschen Walter Ulbricht mit all seinen Stärken und Schwächen präsentieren. Die jugendlichen Klagen darüber, "nur ein Prolete" zu sein, ein zärtlich-verspielter und liebevoller Brief an die Tochter, dazu die Fotos, die Walter Ulbrichts Leben von früher Kindheit an begleiten - hier beweist der Autor, welch großes Potenzial dieses Buch hat und wie spannend es ist, seinem Urgroßvater zu folgen. Ein besonders beeindruckendes Bild zeigt Walter Ulbricht als jungen Sozialdemokraten am Vorabend des Ersten Weltkriegs. "Gebildet, kultiviert und selbstbewusst", urteilt Heyden und verlässt hier noch einmal die ansonsten vorherrschende Nüchternheit.
Leider weist das Buch jedoch auch formale Mängel auf. Zwingend fehlt ein Namensregister, denn es tauchen so viele Personen auf, dass ich mich manchmal fragte, wer denn nun beispielsweise "Jacob Herzog" nun wieder ist und ich erst mühsam zurückblättern musste, um in ihm einen Jugendfreund Walters wiederzuerkennen. Die textlich so beeindruckenden "Familienerinnerungen im Besitz des Autors" werden nicht näher erläutert, so dass ich manchmal nicht einmal wusste, von wem das Zitat gerade stammt. Historische Figuren werden zudem zu häufig als bekannt vorausgesetzt. Vielleicht kann man als Autor erwarten und hoffen, dass wirklich ein jeder Leser gleich weiß, wer bei der Ersterwähnung mit "Liebknecht" gemeint ist, doch man kann es eben nicht voraussetzen. Hier hätte Florian Heyden häufiger eine kurze Erläuterung und in jedem Fall bei der Ersterwähnung den Vornamen verwenden müssen.
Dennoch ist "Walter Ulbricht - Mein Urgroßvater" ein lesenswertes Buch geworden. Vor allem die erwähnten Originalzitate und Fotos, aber auch
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Walter Ulbricht war für mich, als Kind der DDR, täglich present. Ob Rundfunk oder Fernsehen. Die Menschen in meinem Umfeld redeten über ihn genauso wie in der Familie. In der Schule sowieso. Auch wenn ich noch klein war und mit Politik nichts am Hut hatte, der Name und das Gesicht hat …
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Walter Ulbricht war für mich, als Kind der DDR, täglich present. Ob Rundfunk oder Fernsehen. Die Menschen in meinem Umfeld redeten über ihn genauso wie in der Familie. In der Schule sowieso. Auch wenn ich noch klein war und mit Politik nichts am Hut hatte, der Name und das Gesicht hat sich mir eingeprägt und natürlich diese überaus markante Stimme. Das weckte in mir das Interesse an seiner Biografie. Leider kam der private Walter Ulbricht mir zu kurz. Mit dem politischen hab ich mich beim Lesen doch sehr schwer getan. Liegt aber bestimmt nicht am geschrieben selbst sondern das ich mich bis heute nicht für Politik interesiere. Das buch ist sehr aufwendig recherchiert wenn man sich den Abschnitt Referenzen anschaut. Ich dachte es geht mehr um das private. Im Kapitel,,Heranwachsender,, erfahren wir einiges über Walter's erste Jahre. Seine Kindheit und Jugend. Wie er mit seinen Eltern und Geschwistern lebt und das sie oft umziehen. Er wird konsequent von seinen Eltern angehalten sich seinen schulischen Aufgaben zu widmen. Das Geld ist oft knapp. Nach Beendigung der Schule macht Walter eine Lehre zum Schreiner. Mit Ende der Lehre geht er auf die Walz. Unter anderem durch Deutschland, mit dem Schiff über die Grenze nach Österreich. Am Südrand des Erzgebirges entlang. Nach Karlsbad. Und nach Italien. Am 25.Mai 1912 wird er von seinem damaligen Arbeitgeber , Herrn Fuchs dabei ertappt wie er auf einem Kasten stehend, politische Artikel vorliest. Dafür wird er dort rausgeworfen. Aber Walter's Interesse am politischen Geschehen ist geweckt und wächst stetig. Nach der Walz geht er in seinen Ausbildungsbetrieb zurück und engagiert sich in der Arbeiterjugend. Als er volljährig ist tritt er der SPD bei. Seine Arbeitsstellen wechseln sehr oft. Einzig die Politik kann sein Interesse zu 100% wecken. Er engagiert sich für seine Partei wo er nur kann. Dann wird der Krieg verkündet. Walter wird im Mai zum Kriegsdienst eingezogen. Wir erfahren von seinen Eindrücken in seinen Kriegsdienstzeiten. Was er erlebt und das seine Verbundenheit zur Partei nicht überall gern gesehen ist. Er kommt zur Infanterie an die Westfront. Im Zug ist die Stimmung so schlecht, das die ersten schon in Ungarn desertieren. Es kommt zur Meuterei. Kurz vor Leipzig desertiert auch Walter. In diesem Abschnitt ist mir am meisten aufgefallen das Walter permanent von der Polizei gesucht wurde. Oft war er nicht ausfindig zu machen. Manchmal konnte man ihn zwar verhaften, mußte ihn aber meist kurz darauf wieder freilassen. Er weitet seine Arbeit in der Partei weiter aus und kann Partei und Familie schlecht trennen. Durch die Parteiarbeit ist er viel unterwegs, selten zu Hause. Und wenn er dann wieder mal heimkommt , steht die Polizei schon wieder auf der Matte. Inzwischen ist er auch Vater einer Tochter geworden Walter verbringt mehrere wochen im Sommer, mit Frau und Tochter, in sotschi zur Kur. Aber die Ehe ist nicht mehr zu retten. Walter und Martha trennen sich. Martha allerdings wird ihn ein Leben lang lieben. Walter beginnt sich mit Rose zu treffen, sie verlieben sich und Ende 1925 heiratetn sie offiziell vor den sowjetischen Behörden. Aber auch in dieser Ehe steht die Partei für Walter an erster Stelle. Rose muss sich damit zufrieden geben nicht die nr.1 zu sein. Ein normales Familienleben sieht anders aus.Immer wieder gibt es Haftbefehle, angesetzte Verhandlungen gegen Walter, die er aus verschiedenen Gründen, nicht wahrnimmt. Ein Grund ist , das er im März 1931 zur Beobachtung in die Charitè kommt, wo er im April an der Galle operiert wird. Anschließend soll er zur Kur nach Karlsbad fahren um sich zu erholen. Doch das kommt für Walter nicht in Frage. Er beginnt wieder zu arbeiten und das im Akkord. Im Juni dann bringt Rose seine 2. Tochter, Mimi, zur Welt. Aber auch jetzt nimmt er sich nicht genug Zeit für die Familie. Schon 4 Wochen nach der Geburt ist er wieder in Moskau um Stalin über die Lage zu berichten. Am 30.01.1933 ernennt Reichsprädident von Hindenburg Hitler zum
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Das Buch "Walter Ulbricht: Mein Urgroßvater" ist eine interessante und beeindruckende Biografie über eine wichtige Figur der deutschen Geschichte. Es zeichnet das Leben von Walter Ulbricht auf persönliche und menschliche Weise nach und bietet dabei Einblicke, die aus Akten, …
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Das Buch "Walter Ulbricht: Mein Urgroßvater" ist eine interessante und beeindruckende Biografie über eine wichtige Figur der deutschen Geschichte. Es zeichnet das Leben von Walter Ulbricht auf persönliche und menschliche Weise nach und bietet dabei Einblicke, die aus Akten, Briefen und privaten Unterlagen rekonstruiert wurden. Dies verleiht der Geschichte eine authentische und tiefe Dimension, die den Leser in die Welt von Ulbricht eintauchen lässt. Der Schreibstil ist durchweg solide und trägt zur Lesbarkeit des Buches bei. Die Erzählung ist informativ und gut strukturiert, was es dem Leser leicht macht, sich zurechtzufinden. Die Verwendung von Archivmaterial und privaten Dokumenten unterstreicht die Glaubwürdigkeit des Buches und vermittelt ein Gefühl von Nähe zu der historischen Figur. Besonders bemerkenswert ist der Prolog, der ehrlich, berührend und emotional ist. Er erlaubt dem Leser, einen persönlichen Einblick in die Beziehung des Autors zu Walter Ulbricht zu gewinnen und verleiht der Biografie eine menschliche Note.
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