In den 'Nürnberger Rassengesetzen' hatten die Nationalsozialisten ihre rassischen Wahnideen festgeschrieben. Immer wieder aber machte Hitler von seinem 'Gnadenrecht' Gebrauch, Juden zu 'Ehrenariern' zu erklären oder jüdische 'Mischlinge' aufzuwerten. Zu 'Ehrenariern' wurden Weggefährten erklärt, die sich um die 'Bewegung' verdient gemacht hatten. Soldaten, die sich im Ersten Weltkrieg bewährt hatten, durften in der Wehrmacht weiterdienen. Bei wirtschaftlichem oder persönlichem Interesse zögerte das NS-Regime nicht, 'Ehrenarier' zu ernennen oder 'Deutschblütigkeit' zu bescheinigen. Besonders…mehr
In den 'Nürnberger Rassengesetzen' hatten die Nationalsozialisten ihre rassischen Wahnideen festgeschrieben. Immer wieder aber machte Hitler von seinem 'Gnadenrecht' Gebrauch, Juden zu 'Ehrenariern' zu erklären oder jüdische 'Mischlinge' aufzuwerten. Zu 'Ehrenariern' wurden Weggefährten erklärt, die sich um die 'Bewegung' verdient gemacht hatten. Soldaten, die sich im Ersten Weltkrieg bewährt hatten, durften in der Wehrmacht weiterdienen. Bei wirtschaftlichem oder persönlichem Interesse zögerte das NS-Regime nicht, 'Ehrenarier' zu ernennen oder 'Deutschblütigkeit' zu bescheinigen. Besonders häufig erhielten Publikumslieblinge von Film und Theater Sondergenehmigungen, auch wenn sie Juden waren oder jüdische Familienangehörige hatten. Einer der bekanntesten 'Ehrenarier' war Generalfeldmarschall Erhard Milch, der eine herausragende Stellung im Reichsluftfahrtministerium einnahm und die menschenverachtenden, oft tödlichen 'Humanexperimente' der Luftwaffe in den Konzentrationslagern verantwortete. Unter Hitlers persönlichem Schutz stand der Linzer Eduard Bloch, der jüdische Hausarzt seiner Mutter. Die besondere Aufmerksamkeit Himmlers richtete sich auf den österreichischen 'Halbjuden' Robert Feix, einen Lebensmitteltechniker, der u. a. das Geliermittel Opekta erfand.Hinweis: Dieser Artikel kann nur an eine deutsche Lieferadresse ausgeliefert werden.
Volker Koop, geb. 1945, Journalist und Publizist, lebt in Berlin. Veröffentlichungen u.a.: Kein Kampf um Berlin? Deutsche Politik zur Zeit der Berlin-Blockade 1948/49 (1998), Der 17. Juni 1953. Legende und Wirklichkeit (2003), Das Recht der Sieger (2004), Das schmutzige Vermögen. Das Dritte Reich, die I.G. Farben und die Schweiz (2005), Kai-Uwe von Hassel. Eine politische Biographie (2007),
Inhaltsangabe
- Einleitung - Hitlers Judenhass und Judennähe - Exkurs: Judenfeindlichkeit im deutschsprachigen Raum - Die Nürnberger Rassengesetze - Die "flexible" Handhabung der Rassengesetze durch die NS-Führung - Der 20. Juli: Auftrieb für NS-Rassisten - Ausnahmegenehmigungen für die Prominenz - Hitlers Alibi-Juden bei den Olympischen Spielen in Berlin - Der Disput um die "biologische Wirklichkeit" - Hans Hinkel - Goebbels' Wächter der Kulturpolitik - Die Wehrmacht und die "Judenfrage" - Emil Maurice - Hitlers früher Gefolgsmann - Robert Feix - "Halbjude" unter Himmlers Schutz - Hitlers Kritik an der Judenfreundlichkeit der Bündnispartner - Schlussbetrachtung - Anhang - Dank - Abkürzungen - Zitierhinweis - Anmerkungen - Archive - Ausgewählte Literaturhinweise - Bildnachweis - Personenregister
- Einleitung - Hitlers Judenhass und Judennähe - Exkurs: Judenfeindlichkeit im deutschsprachigen Raum - Die Nürnberger Rassengesetze - Die "flexible" Handhabung der Rassengesetze durch die NS-Führung - Der 20. Juli: Auftrieb für NS-Rassisten - Ausnahmegenehmigungen für die Prominenz - Hitlers Alibi-Juden bei den Olympischen Spielen in Berlin - Der Disput um die "biologische Wirklichkeit" - Hans Hinkel - Goebbels' Wächter der Kulturpolitik - Die Wehrmacht und die "Judenfrage" - Emil Maurice - Hitlers früher Gefolgsmann - Robert Feix - "Halbjude" unter Himmlers Schutz - Hitlers Kritik an der Judenfreundlichkeit der Bündnispartner - Schlussbetrachtung - Anhang - Dank - Abkürzungen - Zitierhinweis - Anmerkungen - Archive - Ausgewählte Literaturhinweise - Bildnachweis - Personenregister
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